Ökumenisches Heiligenlexikon

Fremund der Märtyrer

auch: Freomund
auch: von Dunstable, von Offchurch

1 Gedenktag katholisch: 11. Mai
Erhebung der Gebeine: 28. März

Name bedeutet: Beschützer des Friedens (althochdt.)

König (?), Einsiedler, Märtyrer
* in / bei Offchurch in in Warwickshire in England
um 866 bei Harbury in Warwickshire in England


Fremund wird in der Legende als Sohn des Königs Offa von Mercien und dessen Frau Botilda - tatsächlich hieß sie Cynethryth - beschrieben 1. Historisch war er wohl der Sohn eines Adeligen - genannt wird Herzog Algarus /Ælfgar von Essex - und verwandt mit König Edmund von Ostanglien. Nach Offas Tod 796 übernahm demnach Fremund das Königsamt - tatsächlich war Offas Nachfolger sein Sohn Ecgfrith. Nach eineinhalb Jahren verließ Fremund der Überlieferung zufolge den Thron. Jedenfalls begab Fremund sich mit zwei Gefährten in die Einsamkeit auf die kleine Insel Ylefage - manchmal mit der Insel Lundy vor Bideford im County Devon identifiziert. Als England von dänischen Wikingern überfallen wurde, verließ er nach sieben Jahren seine Einsiedelei; mit göttlicher Hilfe soll er der Legende zufolge eine riesige Übermacht besiegt haben. Jedenfalls starb er in der Schlacht von Harbury in Warwickshire, weil Oswius, ein zu den Dänen übergelaufener Feldherr seines Vaters, ihn meuchelmörderisch tötete.

Fremund wurde in Offchurch bestattet. An einem 28. März wurden seine Gebeine durch den Bischof von Dorchester erhoben. Nachdem sie zeitweise verloren waren, kamen sie nach Cropredy bei Oxford, wo es bis 1549 eine - heute spurlos abgegangene - Fremund geweihte Kapelle gab. 1207 wurden Fremunds Gebeine in das damalige Priorat nach Dunstable übertragen, die Stadt wurde deshalb im Mittelalter zu einem wichtigen Pilgerziel; heute erinnert dort die moderne St Fremund's Church an ihn.

1 Dies ist wohl begründet dadurch, dass die Kirche in Offchurch von König Offa gegründet wurde.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.01.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://en.wikipedia.org/wiki/Saint_Fremund - abgerufen am 02.01.2026
• https://pyhiinvaeltaja.wordpress.com/2011/05/24/st-fremund-of-offchurch-or-dunstable - abgerufen am 02.01.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/Cropredy#Church_and_chapels - abgerufen am 02.01.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.