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Ökumenisches Heiligenlexikon

Edmund von Ostanglien

auch: der Märtyrer

Gedenktag katholisch: 20. November
Übertragung der Gebeine: 30. März, 29. April, 12. August

Gedenktag anglikanisch: 20. November

Gedenktag orthodox: 20. November

Name bedeutet: Schützer des Besitzes (althochdt.)

König von Ostanglien, Märtyrer
* 841 (?) in England
† 869 (oder 870) in Hægelisdun, heute Hoxne bei Norwich (?) in England


Edmund wurde im Alter von 14 Jahren König der Ostangeln, gerühmt wegen seines Einstehens für das religiöse, sittliche und materielle Wohl seines Landes. Die Legenda Aurea erzählt, wie Edmund als besonderer Verehrer des Johannes keinem etwas versagte, der ihn in dessen Namen bat. Einem bittenden Pilger gab Edmund demnach seinen Ring. Als ein englischer Ritter sich auswärts zur Heimreise rüstete, überreichte ihm ein Pilger einen Ring mit der Bitte, diesen dem König von England zu überbringen und ihm zu sagen, es sende ihm dies der, um dessentwillen er den Ring erhalten habe.

Als 869/870 die Wikinger ins Land einfielen wurde Edmund gefangen genommen; er sollte seinen Glauben aufgeben; wegen seiner Glaubenstreue erlitt er Folter und - mit Pfeilen beschossen und schließlich enthauptet - den Märtyrertod. Die Überlieferung erzählt, dass sein Kopf in den Wald geworfen, aber dank eine Wolfes wiedergefunden wurde.

Edmunds Gebeine wurden 903 nach Bury - dem heute nach ihm benannten Bury Saint Edmunds - übertragen, es entwickelte sich eine große Verehrung als Märtyrer und eine Wallfahrt, schon um 900 wurden Münzen mit seinem Namen geschlagen; 1020 wurde zur Verwahrung seiner Reliquien das Benediktinerkloster erbaut. Die älteste der Lebensgeschichten verfasste 985 bis 987 Abbo von Fleury.

Attribute: mit Bär, Pfeilen und Wolf
Patron gegen Pest

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.08.2016

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XV, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• https://en.wikipedia.org/wiki/Edmund_the_Martyr

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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