Ökumenisches Heiligenlexikon

Fusca

kroatischer Name: Foška

Gedenktag katholisch: 13. Februar

Name bedeutet: die Braune (latein.)

Märtyrerin
* um 235 in Ravenna in Italien oder in Sabratah in Libyen
um 250 daselbst


Fresko in der Kirche in Vrsar
Fresko in der Kirche in Vrsar

Fusca wurde der Überlieferung zufolge im Alter von erst 15 Jahren nach Folterungen in Ravenna enthauptet. Die Legende berichtet, wie sie in einem vornehmen heidnischen Elternhaus aufwuchs, aber von ihrer Amme Maura christlich erzogen wurde; als sie sich zusammen mit dieser taufen ließ, wurden beide in der Verfolgung unter Kaiser Decius enthauptet; ihr Vater förderte die Folterungen und die Hinrichtung.

Nach anderer Überlieferung lebten Fusca und ihre Amme Maura im 3. Jahrhundert in Sabrata - dem heutigen Sabratah - in Libyen, wo die Amme Fusca auf das Christentum aufmerksam machte und beide dann von dem Priester Hermolaos unterwiesen und getauft wurden, deshalb aber von Fuscas Vater zunächst sie drei Tage eingesperrt und, weil sie standhaft blieben, dann dem Prokonsul Quinziano übergeben wurden, der sie foltern und schließlich mit dem Schwert töten ließ.

Als Libyen von den Muslimen erobert wurde, kamen Reliquien von Fusca und Maura durch einen Seemann namens Vitale auf die Insel Torcello in Venedig, wo man ihnen eine Kirche errichtete - die heutige Kirche Santa Maria Assunta, deren Baptisterium als Santa Fosca geweiht wurde. Andere Reliquien kamen nach Bologna. Eine im 6. Jahrhundert erbaute, ihr geweihte Kapelle steht in Sv. Foška bei Peroj in Istrien; diese wurde bekannt für Linderung und Heilung körperlicher Gebrechen. Tatsächlich kann man eine seltsame Strahlung im Bereich der Kirche und des Vorbaues feststellen.

Patronin gegen Kopfschmerzen, Rheuma und Arthritis

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.10.2020

Quellen:
• http://www.adriaforum.com/kroatien/169-kirchenraetsel-golubovo-kreuz-kirche-sv-foska-t39182-3/
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://it.wikipedia.org/wiki/Santa_Fosca

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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