Ökumenisches Heiligenlexikon

Gemmulus

italienischer Name: Gemolo

2 Gedenktag katholisch: 4. Februar

Name bedeutet: der einem Edelstein Gleiche (latein.)

Märtyrer
um 1000 an der Quelle nahe Gana bei Varese in Italien


Gemmulus war einer aus einer Gruppe von Pilgern, die von jenseits der Alpen kam und nach Rom wollte. Zu der Gruppe gehörte auch ein sonst unbekannter Bischof - Gemmulus' Onkel - und der Gefährte Himerius. An der Stelle des heute nach Gemmulus benannten Anwesens in Acireale bei Varese wurden sie von Räubern überfallen und beraubt. Gemmulus und Himerius verfolgten die Räuber und forderten die Beute zurück, aber Gemmulus wurde von ihnen an der Stelle der Quelle nahe Ganna enthauptet, Himerius schwer verwundet.

Gemmulus nahm dieser Überlieferung zufolge seinen Kopf unter den Arm und ging - wie einst Dionysius von Paris - zu seinem Onkel zurück, der ihn dann begrub und über dem Grab die Gemmulus geweihte Kirche in Ganna errichtete, aus der später ein Kloster wuchs.

Dem schwer verwundete Himerius gelang die Flucht und er gelangte bis nach Varese, wo er an seinen Verletzungen starb in der Burg von Bosto und begraben wurde an der Stelle der bald darauf errichteten, ihm geweihten Kirche Sant'Imerio. Der Heilige war einst der Schutzpatron der Gemeinde Imer im Trentino .

Nahe der Quelle bei Ganna wurde eine Gemmulus geweihte Kapelle errichtet. Die Nachrichten über Gemmulus stammen aus einem Manuskript aus dem 13. Jahrhundert sowie aus einem Manuskript des 17. Jahrhunderts, das angeblisch die Abschrift der kurz nach Gemmulus' Tod entstandenen Leidensgeschichte ist.

Patron (Himerius) von Imer bei Trient





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.12.2023

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://it.wikipedia.org/wiki/San_Gemolo - abgerufen am 25.12.2023
• https://it.wikipedia.org/wiki/Valganna#Monumenti_e_luoghi_d'interesse - abgerufen am 25.12.2023
• https://it.wikipedia.org/wiki/Imerio_di_Bosto - abgerufen am 25.12.2023

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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