Ökumenisches Heiligenlexikon

Gilbert von Neuffontaines

1 Gedenktag katholisch: 6. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Prämonstratenserorden: 26. Oktober
Übertragung der Gebeine: 24. Oktober, 28. Oktober

Name bedeutet: der glänzende Spross (germanisch - althochdt.)

Klostergründer, erster Prior in Neuffontaines
* um 1076 in der Auvergne in Frankreich
6. Juni 1152 in Saint-Didier-la-Forêt bei Moulins in Frankreich (?)


Fresko: Gilbert als Gründer von Neuffontaines, in der Kirche des ehemaligen Klosters in Windberg
Fresko: Gilbert als Gründer von Neuffontaines, in der Kirche des ehemaligen Klosters in Windberg

Gilbert stammte aus dem Hochadel der Auvergne. Auf Anraten des Abtes Ornifius aus dem Prämonstratenserordenkloster Dilo - dem heutigen Arces-Dilo - nahm er am 2. Kreuzzug teil. Zurückgekehrt, gründete er um 1150 das Prämonstratenser-Frauenkloster Aubeterre-sur-Dronne, dessen erste Vorsteherin seine Frau == Petronella (französisch: Perrenelle) und dann seine Tochter == Pontia / Poncia wurde, sowie 1152 das Herrenstift Neuffontaines nahe Saint-Didier-la-Forêt, als dessen Prior er selbst wirkte. Das von ihm am Kloster errichtete Hospital wurde wegen der Wunder, die sich dort ereigneten, schnell bekannt; er selbst hatte die Gabe, durch Handauflegen - vor allem Kinder - zu heilen. Gilbert starb, von seinen schweren Bußübungen und vieler Arbeit ausgezehrt.

Das Kloster Neuffontaines nahe Saint-Didier-la-Forêt wurde in der Französischen Revolution geschlossen und 1791 verkauft, heute ist es eine Pension.

Kanonisation: Die Approbation des Kultes erfolgte am 8. März 1728 durch Papst Benedikt XIII.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.07.2024

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990
• Pater Dr. Gabriel Wolf OPraem, Generalpostulator des Prämonstratenserordens in Rom, E-Mail vom 6. September 2013

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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