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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ludwig Hofacker

Gedenktag evangelisch: 18. November

Name bedeutet: der berühmte Krieger (althochdt.)

Pfarrer, Erweckungsprediger
* 15. April 1798 in Wildbad, heute Bad Wildbad im Schwarzwald
† 18. November 1828 in Rielingshausen bei Marbach am Neckar


Barfus: Kupferstich
Barfus: Kupferstich

Ludwig Hofacker war der dritte Sohn eines württembergischen Pfarrers. Er studierte Theologie am Stift in Tübingen, fiel zunächst eher durch Streiche und Alkoholmissbrauch auf. Dann suchte er das wahre Christsein in Selbstkasteiungen und schwärmerischem Beten zu finden. Als er fast am Ende seiner Kräfte war, brachten Freunde ihn in einen Bibelkreis, wo er eine entscheidende Wende in seinem Glauben erfuhr. Nach seinem theologischen Examen erlitt er im August 1820 einen körperlichen und seelisch Zusammenbruch und einen Sturz, bei dem er sich eine schwere Kopfverletzung zuzog. Er war leidend und immer wieder von Krankheiten heimgesucht, konnte nur wenige Wochen Vikarsdienste versehen und fühlte sich wie ein Toter mitten unter Lebendigen und als totaler Versager.

1823 kam er als Hilfsprediger zu seinem Vater an die Leonhardskirche in Stuttgart, ab 1825 wirkte er - immer wieder unterbrochen von längeren Krankheitszeiten und Kuraufenthalten - als Pfarrer in Rielingshausen, 1828 hielt er seine letzte Predigt.

Durch seine Predigten und seine seelsorgerlichen Rundbriefe an Amtsbrüder hat Hofacker trotz seiner gebrochen wirkenden Existenz eine ungewöhnlich starke Wirkung ausgeübt. Aufbrüche in der Diakonie, Jugendarbeit, weltweiter missionarischer Arbeit und Seelsorge gehen auf ihn zurück. Er wollte einen Schrei tun, dass die Menschen doch Gott die Ehre geben sollen! Dabei war seine Theologie ganz auf Jesus Christus zentriert: Nur Christus ist's, der uns durchbringt! Sein Leben muss es tun, nicht mein Leben. Hofackers Predigtbuch, zu dem er die Predigten selbst gesammelt hatte, wurde von seinem Bruder Wilhelm herausgegeben und fand eine weite Verbreitung, bis heute sind 60 Auflagen veröffentlicht, es wurde in sechs Sprachen übersetzt. In den nur knapp fünf Jahren seines Wirkens in Stuttgart hat Hofacker nachhaltigen Einfluss auf das geistliche Leben in ganz Württemberg genommen.

  Zum 200. Geburtstag hat Markus Steeb eine Internetseite über Hofackers Leben und Wirken zusammengestellt.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:

• Rolf Scheffbuch: Der Heiland ist's, der alles macht! Evang. Gemeindeblatt für Württemberg 14/1998