Ökumenisches Heiligenlexikon

Godeleva von Gistel

niederländischer Name: Godelieve
auch: Godelina, Godelaine, Godeleipa, Godeleva, Godeliph, Gotlieba

Gedenktag katholisch: 30. Juli

Name bedeutet: die Gott Liebende (althochdt.)

Märtyrerin
* um 1045 auf der Burg Londefort in Wierre-Effroy in der Boulogne in Frankreich
6. Juli 1070 in Gistel in Belgien


Holzpanele: Godelevas Martyrium, 1480, in der Sint-Godelieveabdij in Brügge
Holzpanele: Godelevas Martyrium, 1480, in der Sint-Godelieveabdij in Brügge

Godeleva, Tochter von Heinfried und Odgiva, wurde mit dem flämischen Adligen Berthold van Snipgate in Gistel verheiratet. Ihre Schwiegermutter Iselinde verbannte sie auf einen benachbarten Bauernhof, wo sie hart arbeiten musste und nur wenig zu essen bekam - von dem sie der Überlieferung zufolge dennoch die Hälfte an Arme abgab. Ihr Mann misshandelte sie mehrfach und ließ sie schließlich von seinen Dienern Lantbert und Hacca erdrosseln. Ihre Leiche warfen sie in einen Brunnen, um den Eindruck zu erwecken, sie sei ertrunken.

Der Legende zufolge wurde das Wasser im Brunnen dann kristallklar und die Steine, auf denen der Mord begangen worden war, leuchteten weiß. Bald schon betrachteten die Menschen Godeleva als Märtyrerin und begannen, sie zu verehren, da sich an ihrem Grab Wunder ereigneten, so die Heilung des blinden Mädchens Edith, der Tochter aus der zweiten Ehe ihres ehemaligen Mannes, und dann auch die Bekehrung von Berthold selbst; er zog sich später in die Benediktinerabtei Saint-Winoc nach Bergues bei Dunkerque zurück, wo sein Mitbruder Drogo - wohl aufgrund von Bertholds eigenen Angaben - seine Lebensgeschichte verfasste. Am 30. Juli 1084 wurden die Gebeine von Godeleva durch den Bischof von Tournai erhoben, ihr Grab ist nun in der Pfarrkirche in Gistel. An der Stelle ihres Todes wurde die Abtei Ten Putte errichtet, die ein Wallfahrtsort wurde; das Wasser aus dem dortigen Brunnen galt als heilkräftig.

Das Abtei Ten Putte in Gistel musste in der Reformation geschlossen werden, die Nonnen flohen nach Brügge, wo sie ab 1623 in der Sint-Godelieveabdij wohnten; diese wurde 2013 aufgegeben.

Kanonisation: 1084 wurden Godelevas Gebeine erhoben, was die Heiligsprechung bedeutete.
Attribute: Tuch
Patronin von Gistel und von Brügge; der Wanderer; gegen Fieber, Halsschmerzen und Augenkrankheiten

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.12.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• https://www.heiligen.net/heiligen/07/06/07-06-1070-godelieve.php

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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