Ökumenisches Heiligenlexikon

Gratus und Ansutus

französischer Name: Grat et Ansvite

Gedenktag katholisch: 17. Oktober

Name bedeutet: G: der Beliebte (latein.)
A: der weise Gefährte (althochdt.)

Einsiedler, Märtyrer
* in Rom
350 im 4. Jahrhundert (?) in Tarbes in Frankreich


Gratus, Sohn adeliger Eltern, kam aus Rom nach Tarbes in Gallien und lebte dort zusammen mit Ansutus als Einsiedler. Er geißelte seinen Körper mit einer schweren Eisenkette und heilte Gebrechliche. Gegner ergriffen und enthaupteten die beiden.

Die Acta Sanctorum meinen, dass diese Beschreibung auf Ansutus zutrifft, Gratus aber mit Gratus von Oloron identisch ist.

der „Helm des heiligen Gratus”
der Helm des heiligen Gratus

Gratus und Ansutus wurden schon um 1100 in Tarbes verehrt. Im nach Gratus benannten St-Grat - einem Ortsteil von Vailhourles - bei Rodez ist die Kirche Gratus und Ansutus geweiht. Dort wird der Helm des heiligen Gratus aus dem 7. Jahrhundert verwahrt, der unter Kopfschmerzen oder Depressiven Leidenden auf den Kopf gesetzt wurde und dann heilkräftge Wirkung entfaltete. Das Andenken an Gratus und Ansutus ist überliefert auch aus Capdinacum / Cadonac, das die Acta Sanctorum mit Figeac bei Cahors identifizieren, wo es ein Benediktinerkloster gab.

Patrone gegen Kopfschmerzen und Depressionen





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.11.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://www.occitan-aveyron.fr/fr/diffusio/source/vailhourles/ancienne-cloche-campana-appelee-casque-saint-grat-saint-grat-1987_SRC17432

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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