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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alto von Altomünster

Gedenktag katholisch: 9. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Bistum München-Freising

Name bedeutet: der hoch Gewachsene (latein.)

Glaubensbote in Bayern, Klostergründer, erster Abt in Altomünster
* 8. Jahrhundert in Irland (?)
† um 760 (?) in Altomünster bei Dachau in Bayern


Alto war der Überlieferung nach angelsächsischer Glaubensbote aus irischem Adel. Um 730 kam er demnach nach Bayern und lebte als Eremit. Der durch einen Schenkungsbrief des Bischofs von Freising historisch nachzuweisende Alto stammte wohl aus Bayern aus der Sippe der Huosi; er soll bis ins hohe Alter als Einsiedler gelebt haben, dann Priester geworden sein. Um 749 gründete Alto der Überlieferung zufolge das heute nach ihm Altomünster genannte Kloster und wurde dessen erster Abt. Frankenkönig Pippin III. der Jüngere schenkte ihm 752 einen Wald, der bis heute Altowald genannt wird. Bonifatius habe das Gotteshaus um 745 geweiht.

Legenden erzählen, wie Alto die Bäume, die gerodet werden mussten, mit seinem Messer kennzeichnete und diese dann von selbst umfielen. Vögel hätten die Äste und Zweige weggetragen und so beim Kirchenbau geholfen. Als es beim Klosterbau an Wasser mangelte, ließ Alto mit seinem Stab eine Quelle entspringen, die bald als Heilquelle besucht wurde.

Diego Francesco Carlone: Alto als Bischof, 1718, in der Basilika des Klosters in Weingarten
Diego Francesco Carlone: Alto als Bischof, 1718, in der Basilika des Klosters in Weingarten

Der Einsiedler Alto ist schon um 760 in der Gegend von Altomünster nachgewiesen; er war weder Mönch noch Klostergründer, sondern die Verehrung führte zur Klostergründung am Ort seiner Zelle und seines Grabes, das noch heute in der Klosterkirche gezeigt wird. Altos Verehrung ist erstmals in Freising in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts nachweisbar. Nachdem das Kloster Altomünster durch eingefallene Ungarn zerstört worden war, errichtete das Fürstenhaus der Welfen im 10. Jahrhundert ein Benediktinerkloster für Mönche; 1056 übernahmen Benediktinerinnen, aus dem Kloster Weingarten kommend, das Kloster, die Mönche gingen umgekehrt nach Weingarten. Mönch Otloh vom Kloster St. Emmeram in Regensburg verfasste um 1070 Altos Lebensbeschreibung aufgrund älterer Quellen, aber ohne historische Grundlage. 1497 wurde das Kloster dem == Birgittenorden übertragen; bis zur Neugründung des Birgittenklosters in Bremen im Oktober 2002 war Altomünster das einzige Kloster dieses Ordens im deutschen Sprachraum, bis es 2017 geschlossen wurde; Altos Reliquien kamen dann in die Pfarrkirche.

Attribute: Kelch, in dem das Jesuskind sitzt; Messer

  Das Erzbistum München-Freising informiert über Alto, die historischen Hintergründe und das Brauchtum.

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.07.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.newadvent.org/cathen/01367b.htm
• http://www.schwabenmedia.de/Kirchen/Dachau/St-alto-altomuenster.htm
• http://kirchenundkapellen.de/kirchen/Alto.htm
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• Richard Mayer (Hg.): Die Heiligen in Deutschland. Verlag Neue Stadt, München 1987
• https://www.erzbistum-muenchen.de/news/bistum/Reliquien-des-Heiligen-Alto-werden-an-Pfarrei-in-Altomuenster-uebergeben-31325.news

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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