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Ökumenisches Heiligenlexikon

Lukas Kirby und Gefährten

englischer Name: Luke

Gedenktag katholisch: 30. Mai
für Lukas Kirby als einer der vierzig Märtyrer von England auch: 25. Oktober

Name bedeutet: aus Lukanien stammend (griech.)

Priester, Märtyrer
* 1549 Bedale in Yorkshire in England
30. Mai 1582 in Tyburn, heute Teil des Stadtbezirks West End in London in England


Lukas Kirby, Sohn anglikanischer Eltern, wurde in Cambridge erzogen. Er trat in Löwen / Leuven zur Katholischen Kirche über, studierte dann Theologie am Englischen Kolleg in Douai und wurde 1577 in Cambrai zum Priester geweiht. Nach kurzem Aufenthalt als Missionar in England kam er ans Päpstliche Englische Kolleg in Rom und wirkte auch als Seelsorger für seine dort lebenden Landsleute. Im April 1580 wurde er zusammen mit Edmund Campion und Ralph Sherwin ausgewählt für die Mission in England und reiste mit ihnen nach Reims, dann von dort zu Fuß nach Dunkerque / Dünkirchen und mit dem Schiff nach Dover, wo er im Juni 1580 ankam. Schon bei der Landung wurde er verhaftet und in den Tower nach London gebracht. Dort wurde er mit dem Foltergerät Scavenger's Tochter, Aasfressers Tochter - einem eisernen Bügel, der die knieenden Gefangenen wie ein Ball zusammenzog - gepeinigt.

Im November 1581 wurde Lukas Kirby zusammen mit Edmund Campion und anderen Priestern vor Gericht gestellt und des Hochverrats für schuldig befunden, blieb aber zunächst in Haft. Schließlich wurde er in Tyburn durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen hingerichtet.

Zusammen mit Lukas Kirby starben am 30. Mai 1582 in Tyburn weitere drei Priester, die selig gesprochen wurden:

William Filby, geboren um 1558 in Oxford, dort erzogen, 1579 ins Seminar in Reims aufgenommen und 1581 zum Priester geweiht.

Lawrence Johnson, geboren in Great Crosby - dem heutigen Crosby - in Lancashire, ausgebildet am Brasenose College in Oxford und dann in Douai, dort 1577 zum Priester geweiht. Er ging mit dem Decknamen Lawrence Richardson als Missionar nach England.

Thomas Cottam, Sohn anglikanischer Eltern, wurde am Brasenose College in Oxford und in London ausgebildet; dort trat er zum Katholizismus über, studierte am Englischen Kolleg in Douai, kam dann nach Rom, wurde 1579 als Novize im Jesuitenkonvent an Sant' Andrea al Quirinale aufgenommen und dann am Seminar in Reims ausgebildet. 1580 wurde er in Soissons zum Priester geweiht.

Kanonisation: Lukas Kirby und seine Gefährten wurden am 9. Dezember 1886 von Papst Leo XIII. seliggesprochen. Lukas Kirby wurde zudem als einer der Vierzig Märtyrer von England und Wales am 25. Oktober 1970 durch Papst Paul VI. heiliggesprochen.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.08.2019

Quellen:
• Klemens Hogen-Ostlender, E-Mail vom 20. Oktober 2018
• https://en.wikipedia.org/wiki/Luke_Kirby_(priest)
• https://en.wikipedia.org/wiki/William_Filby_(Roman_Catholic_priest)
• https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Cottam
• https://en.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Richardson_(Blessed)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.