Ökumenisches Heiligenlexikon

Guido von Pomposa

eigentlich: Wido

Gedenktag katholisch: 31. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Speyer und Worms: 4. Mai

Name bedeutet: der Waldmann (althochdt. - romanisch)

Abt in Pomposa
* um 970 in Casamari bei Ravenna in Italien
31. März (?) 1046 in Borgo San Donnino, heute Fidenza bei Parma in Italien


Abt Guido von Pomposa
Abt Guido von Pomposa

Guido, Sohn der wohlhabenden Familie Strambiati, sollte von seinem Vater zur Heirat bewogen werden, er aber floh nach Rom und wurde dort KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.. Zurück in Ravenna schloss er sich einem Einsiedler namens Martinus an, lebte drei Jahre mit diesem auf einer Insel im Po und wurde dann Benediktinermönch im Kloster Pomposa in Codigoro bei Ferrara und 998 dort Abt.

Als Abt im Kloster Pomposa wirkte Guido dann 48 Jahre lang. Sein Kloster errang unter seiner Führung hohen Ruf und wurde zu einem der berühmtesten Klöster in Norditalien. Auch sein Vater Albert und sein Bruder Gerhard wurden dort schließlich von ihm in den Benediktinerorden aufgenommen. Petrus Damiani hielt sich zwei Jahre lang im Kloster auf, um die Mönche zu unterrichten.

Als Guido im Alter sein Amt niederlegte und wieder als Einsiedler leben wollte, rief ihn Kaiser Heinrich III. 1046 nach Piacenza, aber Guido erkrankte unterwegs und starb kurz vor dem Ziel.

Guido wurde zunächst in Parma bestattet; 1047 ließ Kaiser Heinrich III. Guidos Reliquien nach Speyer überführen; dort lagen diese in der ehemaligen, 1689 und endgültig 1830 durch Brand zerstörten, Guido-Kirche und liegen nun im Magdalenenkloster.

Die Klosterkirche Pomposa kann nur im Rahmen einer Führung am Sonntag, nachmittags um 13.30 Uhr, besichtigt werden, die Führung kostet 2,50 €. Das Museum im alten Klostergebäude ist täglich von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 5 €. (2020)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.10.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• it.wikipedia.org/wiki/Fidenza
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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