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Ökumenisches Heiligenlexikon

Romuald von Camaldoli

auch: von Ravenna

Gedenktag katholisch: 19. Juni
nicht gebotener Gedenktag
gebotener Gedenktag im Benediktinerorden
7. Februar (Übertragung der Gebeine), Todestag: 19. Juni
Übertragung der Gebeine nach Camáldoli: 14. März
nicht gebotener Gedenktag in Mailand und im Ambrosianischen      Die Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Teil des Bistums Lugano: 18. Juni
Bestätigung der Regel: 29. Oktober

Name bedeutet: der rumhreich Herrschende (althochdt.)

Abt in Camaldoli, Ordensgründer
* um 952 bei Ravenna in Italien
† 19. Juni 1027 im Kloster Valdicastro bei Poggio San Romualdo nahe Fabriano in Italien


Fra Angelico: Fresko, 1441/1442, im Konvent von San Marco in Florenz
Fra Angelico: Fresko, 1441/1442, im Konvent von San Marco in Florenz

Romuald wurde als Sohn einer adligen Familie geboren, die im 8. Jahrhundert von Köln nach Ravenna umgezogen war. Als Romuald im Alter von etwa 20 Jahren seinem Vater Sergio degli Onesti bei einem Duell assistierte und dieser dabei einen Cousin tötete, ging Romuald stellvertretend an seiner Statt zur Sühne vierzig Tage ins Benediktinerkloster San Apollinare in Classe bei Ravenna, das die Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. übernommen hatte. Er fand dort Geschmack am Mönchsleben, blieb für drei Jahre dort und legte nach 972 die Gelübde ab. Als er die Laschheit im Kloster kritisierte und sich für ein strengeres Leben einsetzte, erregte er den Widerwillen der anderen Mönche. Er konnte gerade noch einem Mordanschlag entgehen und ging zu dem Einsiedler Macrinus in die Nähe von Venedig. Zusammen mit dem gestürzten Dogen von Venedig, Petrus Orseolo, und seinem Gefährten Marin floh er dann 978 in die Pyrenäen und gründete eine Einsiedelei nahe dem Benediktinerkloster St-Michel-de-Cuxa bei Codalet.

13 Jahre später siedelte Romuald wieder in die Nähe von Ravenna um. Auf Wunsch von Kaiser Otto III. wurde er - mit Widerwillen - Abt im Kloster San Apollinare in Classe, in dem sein Weg zum Mönchstum begonnen hatte und in dem er nun auch die Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. einführen sollte. Nachdem er abermals auf Widerstand der Mönche stieß, gab er schon ein Jahr später dieses Amt wieder auf. Einen Missionierungsversuch in Osteuropa, den Romuald unternahm, weil er dort - wie kurz zuvor ein enger Freund - als Märtyrer sterben wollte, musste er wegen Krankheit abbrechen. Großen Einfluss übte Romuald aber aus auf den HofkaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. von Otto III., Bruno von Querfurt, und dessen Missionsarbeit im Osten.

Kloster Valdicastro
Kloster Valdicastro

Ab 999 gründete und reformierte Romuald zahlreiche Klöster in Italien 1 nach den Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. und mit Betonung von Elementen des Einsiedlerlebens, so 1009 das Kloster Valdicastro; diese Reformen hatten Erfolg, seine Klöster erfuhren großen Zuspruch, seine Ideen beeinflussten auch Petrus Damiani. 1012 kam Romuald in die Gegend von Arezzo, wo er einem gewissen Maiolus begegnete, der zuvor eine Vision gehabt hatte, in der er weißgekleidete Mönche zum Himmel auffahren sah. Er schenkte Romuald sein Landstück Campus Maioli, wo dieser begann, die ersten fünf Mönchszellen und 1024 ein großes Gebäude zu errichten, das Kloster Camáldoli, das zur Keimzelle des späteren Kamaldulenserordens wurde. Etwa zwei Kilometer entfernt errichtete er mitten im Wald die Einsiedelei für Eremiten-Mönche; hier verbrachte Romuald seine letzten Lebensjahre.

Die Kamaldulenserorden betrachteten Romuald als ihren Gründer. Sie führten ein sehr strenges Leben in voneinander getrennten Zellen, strengem Schweigen und Fasten. Romualds Vater - in gewisser Weise Verantwortlicher des Lebensweges seines Sohnes - trat später selbst in ein Kloster bei Ravenna ein und starb ebenfalls im Ruf der Heiligkeit.

Andrea Sacchi: Die Vision des Romuald, um 1631, in der Pinacoteca im Vatikan
Andrea Sacchi: Die Vision des Romuald, um 1631, in der Pinacoteca im Vatikan

1481 wurden Romualds Gebeine vom Kloster Valdicastro beim heute nach ihm benannten Bergdorf Poggio San Romualdo in die Kirche S. Biagio nach Fabriano übertragen. 1072 wurde die Regel der Kamaldulenser von Papst Alexander II. bestätigt. In der Einsiedelei Camáldoli sind noch heute die 20 Zellen der ersten Kamaldulensermönche, darunter die von Romuald, zu besichtigen.

Kanonisation: Die Heiligsprechung erfolgte schon 1032.

1 Darunter war nicht das berühmte Kloster Fonte Avellana, das zwar in der Zeit von Petrus Damiani seine Blüte erlebte aus dem Geist Romualds, sich aber erst 1270 unter Albertin dem Kamaldulenserorden anschloss.

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Romuald und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Das Kloster St-Michel-de-Cuxa kann jeden Tag von 9.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr (im Oktober bis März nur bis 17 Uhr) besichtigt werde, der Eintritt beträgt 5 €, für Jugendliche und Studenten 3 €. (2014)
Romualds Einsiedelei bei Codalet ist nur zu Fuß erreichbar. Hinter dem Friedhof des Dorfes Taurinya, das 3 km oberhalb des Kloster liegt, geht ein beschilderter Fußweg los, auf dem man durch den Wald am Berg entlang in knapp zwei Stunden den im 11. Jahrhundert an der Stelle der Einsiedelei gebauten Turm erreichen kann.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.08.2019

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/19-Juni-Der-Wochenheilige;art312,189539

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.