Ökumenisches Heiligenlexikon

Petrus der Levit

auch: der Diakon

Gedenktag katholisch: 30. April

Gedenktag orthodox: 12. März

Name bedeutet: der Fels (griech. - latein.)

Mönch, Diakon, Kardinal
* um 540 in Salussola bei Biella (?) in Italien
um 605 in Rom


Sergio Albano: Wandbild, 2005, an der Kirche San Niccola da Tolentino in Salussola
Sergio Albano: Wandbild, 2005, an der Kirche San Niccola da Tolentino in Salussola

Petrus war nach mancher Überlieferung ein Sohn der aus Bulgarien stammenden Feudalherren von Vittimulo, aus deren Burg die heutige Stadt Salussola entstand. Er kam nach Rom und wurde dort Mönch in dem von Papst Gregor I. gegründeten und Andreas geweihten Kloster an der Stelle des heutigen Klosters San Gregorio Magno al Celio und dann der engste Freund dieses Papstes.

Ab 590 lebte Petrus in einem Kloster auf Sizilien, ab 592 als Subdiakon in Kampanien, der mit der Verwaltung der Güter der römischen Kirche beauftragt und als päpstlicher Gesandter tätig war. Schließlich wurde er Kardinaldiakon in Rom. Er bewog Gregor I. zum Verfassen seiner Dialogi - einer Sammlung von Legenden über Heilige -, in denen er als dessen fiktiver Gesprächspartner auftritt.

Petrus' Gebeine wurden 1480 nach Salussola bei Biella übertragen.

Kanonisation: Der Kult für Petrus wurde 1866 durch Papst Pius IX. approbiert.

Mosaik über der Tür der Pfarrkirche in Borgo Vercelli
Mosaik über der Tür der Pfarrkirche in Borgo Vercelli

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Petrus und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Die Kirche San Gregorio Magno al Celio in Rom kann täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 16 Uhr bis 18 Uhr besucht werden, man muss an der Klosterpforte neben dem Kircheneingang klingeln. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.11.2021

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• https://it.wikipedia.org/wiki/Salussola
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/44800

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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