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Ökumenisches Heiligenlexikon

Egbert von Trier

Gedenktag katholisch: 9. Dezember

Name bedeutet: der wie ein Schwert Glänzende (althochdt.)

Egbert, Erzbischof von Trier
* um 950
† 8./9. Dezember 993


Buchmalerei: Egbert empfängt den heute nach ihm benannten Codex aus den Händen von Mönchen des Klosters Reichenau
Buchmalerei: Egbert empfängt den heute nach ihm benannten Codex aus den Händen von Mönchen des Klosters Reichenau

Egbert war Sohn von Dietrich II., dem Grafen von Holland, West-Friesland und Gent und wurde am Königshof ausgebildet. 976 wurde er Kanzler bei Kaiser Otto II., 977 von diesem zum Erzbischof von Trier ernannt. Im Streit um die Nachfolge von Otto II. stellte Egbert sich gegen Heinrich den Zänker; den Westfrankenkönig Lothar unterstütze er bei dessen Plänen zur Eingliederung von Lothringen, in dessen Interesse verzögerte er die Weihe des Bischofs == Adalbero von Verdun. 985 kam es zu einer Versöhnung Egberts mit dem ottonischen Hof, nachdem Heinrich der Zänker gescheitert war; Egberts Vater wurde daraufhin mit der Umwandlung seiner Reichslehen in Eigengut begünstigt, Egbert selbst wurde Berater und Vermittler in Angelegenheiten des Reiches.

Als Erzbischof setzte er die Klosterreformen seines Vorgängers fort und sicherte die materielle Ausstattung der Stifte St. Eucharius, St. Marien, St. Maximin St. Paulin und des Domstifts in Trier sowie des Klosters Mettlach. Bis nach Gent hin war er an Weihehandlungen beteiligt, er verteidigte nachdrücklich den Primatsanspruch von Trier über Gallien und Germanien. 988 ließ er die von Kaiser Otto II. gewährte Immunität für das Erzstift in Trier bestätigen, 993 gewährte ihm König Otto III. die Wiederherstellung der Abtei St. Servatius in Maastricht.

Der hoch gebildete Egbert förderte Bildung und Kunst, seine Werkstatt beschäftigte hervorragende Künstler und hatte überregionale Ausstrahlungskraft. Am Dom in Trier ließ er die Andreaskapelle errichten, der Andreas-Tragaltar gilt als eine der bedeutendsten Goldschmiedearbeit jener Zeit. Egbert vereinigte Kunstsinn, Frömmigkeit und politisches Denken und Handeln. Er wurde in der Andreaskapelle im Dom bestattet.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.08.2016

Quellen:
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.