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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kamaldulenserorden


Der Kamalduenserorden - Congregatio Camaldulensis Ordinis Sancti Benedicti, OSBCam - geht zurück auf das Klosterkonzept des Romuald von Camaldoli, der um 1024 die Einsiedelei im namengebenden Camáldoli gründete. Das Wirken von Petrus Damiani, Mönch im Benediktinerkloster Fonte Avellana bei Gubbio, einer Einsiedelei mit außerordentlicher Strenge im Geist von Romuald, führte zur Bildung des eigenständigen Ordens: er verfasste 1041/42 eine Biografie Romualds und zwischen 1045 und 1065 Lebensregeln strengster Askese einschließlich Geißelung der Mönche, die auch das Leben im Kloster Camáldoli beeinflussten. 1072 wurde die Regel der Kamaldulenser von Papst Alexander II. bestätigt.

Die Kamalduenser führen ein sehr strenges Leben in innerhalb einer Klostermauer voneinander getrennten Zellen mit je kleinem Garten. Strenges Schweigen und Fasten prägen ihr Leben. Die tägliche Messe wird um 6 Uhr ohne Gesang und ohne Musikinstrumente gefeiert, die Stundengebet werden einsam in der Zelle gehalten. Die Kamaldulenser tragen ein weißes Ordensgewand.

Die Kamaldulenser schlossen sich 1966 der Konföderation der Benediktiner an. 2005 gab es zehn Klöster - auch für Frauen - in Italien, in Brasilien, in den USA und in Indien mit 107 Mönchen.

Ein eigener Zweig des Ordens wurden die von Paulus Giustiniani 1510 gegründeten Kamaldulenser-Eremiten vom Monte Corona - Congregatio Eremitarum Camaldulensium Montis Coronae, ECMC. Paulus reformierte Romualds Konzept und die Regel der Kamaldulenser nach dem Motto: Leben alleine mit Gott und für Gott allein. 1523 wurde Paulus' Gemeinschaft als eigenständige Kongregation anerkannt. Dieser Ordenszweig gründete Klöster und einige Städte in Polen. 2005 umfasste er 80 Mönche, davon 25 in Polen in zwei Klöstern.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.10.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
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Quellen: