Ökumenisches Heiligenlexikon

Hugo von Châlons

auch: von Ostia

Gedenktag katholisch: 1. Dezember

Name bedeutet: der Denker (althochdt.)

Abt in Trois-Fontaines, Kardinalbischof von Ostia und Velletri
* in Châlons-sur-Marne, heute Châlons-en-Champagne in Frankreich
um 1158 in Cisterna di Latina (?) bei Velletri in Italien


Der adelige Hugo beschenkte das Kloster St-Germer-de-Fly und wurde wenig später Zisterziensermönch im Kloster Clairvaux - im heutigen Ortsteil von Ville-sous-la-Ferté - bei Troyes, hoch geschätzt von Bernhard von Clairvaux. 1147 wurde er Abt im 1118 als erstes Tochterkloster gegründeten Klosters Troisfontaines - im heutigen Trois-Fontaines-l'Abbaye.

Eingang zum ehemaligen Kloster Troisfontaines
Eingang zum ehemaligen Kloster Troisfontaines

1150 reiste Hugo in Ordensangelegenheiten nach Rom, wo er sich große Wertschätzung bei Papst Eugen III. erwarb, der ihn an der Kurie zurückbehielt und zum Abt des Klosters Tre Fontane mit der Kirche Santi Vincenzo e Anastasio ernannte, das damit Zisterzienserkloster wurde. Bernhard von Clairvaux beklagte sich darüber bei Eugen und bat den Papst, ihm Hugo als Stütze seines Alters zurückzusenden, was der Papst ablehnte. Eugen III. ernannte Hugo 1151 stattdessen zum Bischof von Velletri und Kardinal von Ostia und damit zum ranghöchsten Kardinal. Hugo wandelte das damalige Kloster Marmosoglio 1 bei Velletri in ein Zisterzienserkloster um, führte seine Diözese zu geistlicher und wirtschaftlicher Blüte, bekämpfte die Irrlehrer seiner Zeit und starb im Wohlgeruche der Heiligkeit.

Das Kloster Troisfontaines wurde in der Französische Revolution aufgelööst, die Anlage wurde 1794 verkauft.

1 Die Lage des wohl 1396 aufgegebenen Klosters Marmosoglio ist unbekannt, vermutet wird, dass es nahe Cisterna di Latina bei Velletri stand.

Die Gebäude des Klosters Troisfontaines sind in Privatbesitz, der Park mit der Ruine der Kirche wird durch einen Verein gepflegt und ist zur Besichtigung geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.08.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Hugo_von_Ostia
• https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bisch%C3%B6fe_von_Ostia#cite_note-15

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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