Itisberga von Aire
auch: Idaberga, Iduberga, Isberga, Isburga, Ysberga, Gisleberga, Isiberga, Sitisberga, Sisberge
französischer Name: Isbergue
Gedenktag katholisch: 21. Mai
Übertragung der Gebeine: 20. Juni
Name bedeutet: die schützende Seherin (althochdt.)
Itisberga war eine Tochter von Frankenkönig Pippin dem Jüngeren
und Schwester von
Karl dem Großen. Ihr Vater unterstellte sie dem Schutz von Papst
Stephan II. (III.). Nach der Rückkehr von einem Feldzug ließ sich die königliche Familie in
Aire - dem heutigen Aire-sur-la-Lys - bei Saint-Omer
nieder. Dort schloss Itisberga sie sich dem Einsiedler Venantius als Schülerin
an und lebte mit ihm dann an der Stelle des später nach diesem benannten
Saint-Venant bei Saint-Omer. Als ein Prinz aus Wales
Itisberga heiraten wollte, betete sie darum, durch eine Krankheit entstellt zu werden, um einer Ehe zu entgehen, und wurde mit
Lepra geschlagen.
Itisbergas Vater und ihr Verehrer waren überzeugt, dass Venantius hinter dieser Entscheidung stand und ließen ihn deshalb hinrichten. Itisberga wurde dann durch einen Engel geheilt und lebte im später nach ihr benannten Isbergues bei Saint-Omer, wo sie Venantius bestattete und die Kirche Saint-Pierre à Berguette gründete. An der Stelle der ihr in Isbergues von Venantius gegrabenen Grube mit einer Quelle zur Wasserversorgung steht heute die Kapelle Sainte-Isbergue.
Itisbergas Gebeine wurden später in das 1059 gegründete Kanonikerstift Saint-Pierre nach Aire-sur-la-Lys bei Saint-Omer übertragen, heute ruhen sie in einem Reliquienschrein in der Itisberga geweihten Pfarrkirche Sainte-Isbergue in Isbergues. Der Quelle an der Kapelle Sainte-Isbergue in Isbergues wird Heilkraft bei Haut- und Augenkrankheiten zugeschrieben.
Die gelegentlich zu lesende Nachricht, dass Itisberga in ihren späteren Jahren ein Kloster gründete und dort eintrat, beruht auf Verwechslung mit ihrer Schwester == Gisela von Chelles.
Patronin
gegen Haut- und Augenkrankheiten
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 30.05.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Isbergues - abgerufen am 21.05.2026 - mit Dank an Georges Meyer-Berkhoff aus Riedisheim im Elsass
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Isbergues#Histoire - abgerufen am 21.05.2026
• https://www.ville-isbergues.org/pages/ma-ville/decouvrir-la-ville/histoire.html - abgerufen am 21.05.2026
• https://www.ville-isbergues.org/pages/patrimoine.html - abgerufen am 29.05.2026
• Infotafeln in der Kirche Sainte-Isbergue und der
IKapelle Sainte-Isberguein Isbergues
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.