Ökumenisches Heiligenlexikon

Joannikios der Große

italienischer Name:

Gedenktag katholisch: 3. November
4. November

Gedenktag orthodox: 4. November

Name bedeutet: ?

Einsiedler, Abt (?)
* 752 in Marikat in Bithynien in der Türkei
4. November 846 im Kloster Antidion am Berg Olymp in Bithynien, heutige Uludağ in der Türkei


Joannikios war der Sohn armer Eltern, arbeitete als Hirte von deren Vieh und war schon in seiner Jugend ein eifriger Beter. Dann diente er sechs Jahre als Soldat in der kaiserlichen Armee als Leibwächter des Kaisers und stand damals an der Seite der Verächter der Ikonen. Im Alter von 40 Jahren wurde er durch einen Mönch zum Mönchsleben bekehrt und trat in ein Kloster am Berg Olymp in Bithynien ein, wo er zwei Jahre lang Lesen und Schreiben und dann auch dreißig Psalmen auswendig lernte. Für drei Jahre zog er sich dann als Einsiedler in die Wüste zurück; nur einmal im Monat brachte ihm ein Hirte Brot und Wasser; er betete die Psalmen und das bis heute in orthodoxen Kirchen benutzte Gebet: Der Vater ist meine Hoffnung, der Sohn ist meine Zuflucht, der Heilige Geist ist mein Schutz.

Nachdem ihn ein ehemaliger Gefährte aus dem Militärdienst zufällig gefunden hatte, zog Joannikios sich auf den Berg Kountourea zurück. Nach zwölf Jahren ließ er sich im Kloster Eraste in den Mönchsstand aufnehmen und lebte nun weitere drei Jahre in Abgeschiedenheit, bis er am Berg Chelidon - dem heutigen Markiz Dağ bei Antalya - Georg von Amastris besuchte und drei Jahre lang bei ihm blieb; in dieser Zeit lernte Joannikios auch noch die anderen Psalmen auswendig. Als er dann wieder am Berg Olymp weilte, rettete er die junge Nonne Irene, die im Begriff war ihr Kloster verlassen, um zu heiraten, indem er an ihrer Stelle die Versuchung durch Fasten und Gebet überwand.

Buchmalerei aus dem Menologium von Basilius II., in der Vatikanischen Bibliothek in Rom
Buchmalerei aus dem MenologiumDas Menologium ist ein in Byzanz im 11. Jahrhundert zu Ehren des Kaisers entstandenes Heiligenverzeichnis. von Basilius II., in der Vatikanischen Bibliothek in Rom

Joannikios hatte die Gabe der Prophezeiung, schwebte beim Gebet manchmal über dem Boden, überquerte einmal einen über die Ufer getretenen Fluss, konnte sich für Menschen unsichtbar machen und auch andere unsichtbar machen. Er befreite griechische Gefangene unter den Augen der Wachen aus dem Gefängnis, überstand einen Anschlag der Muslimen mit Gift und Feuer und auch Angriffe räuberischer Bestien. Die Insel Thasos befreite er von einer Vielzahl von Schlangen. Als er seinen Tod voraussah, ging Joannikios ins am Olymp gelegene Kloster Antidion, wo ihn drei Tage vor seinem Tod Methodius I. von Konstantinopel. In mancher Überlieferung wird Joannikios auch als Abt bezeichnet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.04.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://www.oca.org/saints/lives/2020/11/04/103171-venerable-joannicius-the-great
• https://www.johnsanidopoulos.com/2016/11/saint-ioannikios-great-of-olympus-845.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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