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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Massías

spanischer Name: Juan Macías
auch: Macías
eigentlich: Juan de Arcas Sánchez

Gedenktag katholisch: 16. September
gebotener Gedenktag im Bistum Mérida-Badajoz
gebotener Gedenktag im Dominikanerorden: 18. September

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Laienbruder
* 2. März 1585 in Ribera del Fresno in Spanien
† 16. September 1645 in Lima in Peru


Statue vor der bis 1978 bestehenden, nach Johannes Macias benannten theologischen Schule der Dominikaner in Lausanne in der Schweiz
Statue vor der bis 1978 bestehenden, nach Johannes Massías benannten theologischen Schule der Dominikaner in Lausanne in der Schweiz

Johannes de Arcas Sánchez verlor schon im Alter von knapp fünf Jahren seine Eltern; bei einem Onkel, der ihn aufgenommen hatte, arbeitete er dann als Hirtenjunge; deshalb wurde er Macías - nach der Bezeichnung für Hirten - genannt. Als Hirte hatte Johannes im Alter von acht Jahren eine Vision des Evangelisten Johannes: Dieser zeigte sich ihm als Kind und sagte: Ich muss dich in abgelegene, weit entfernte Länder führen. Um 1605 ging er nach Jerez de la Frontera, wo er sich mit Dominikanern anfreundete. 1616 fuhr er auf einem Handelsschiff mit einem Kaufmann nach Cartagena in Kolumbien, arbeitete bei einem Viehhändler und nahm sich viel Zeit, den Rosenkranz zu beten.. 1622 reiste er weiter nach Lima in Peru und traf dort im Kloster Heiligster Rosenkranz Martin von Porres, der ihm eine Arbeit in einem nahen Dorf vermittelte.

Johannes verspürte zunehmend die Berufung, sich um Arme zu kümmern und ein geistliches Leben zu führen. In einer Vision bestätigte Johannes diese Berufung und forderte ihn auf, im Kloster Maria Magdalena als Laienbruder in den Dominikanerorden einzutreten. Bis zu seinem Tod arbeitete er dann mehr als 23 Jahre lang als Klosterpförtner, half Bettlern, Kranken und Einsamen und spendete ihnen Trost, Wärme und Zuneigung. Obwohl er fast keine Ausbildung hatte, eröffnete er ihnen die Glaubenswahrheiten, die sich ihm als Geschenk der Eingebung mitgeteilt hatten. Er ermunterte zur Gottesliebe, zu Geduld und zu den christlichen Tugen. Besonders Anliegen war ihm das Beten des Rosenkranzes, v. a. für Verstorbene, damit verbrachte er täglich viele Stunden.

Keramikbild in der Gedenkstätte an der Stelle nahe Ribera del Fresno, an der Johannes - zusammen mit einem Freund - seine Vision des Evangelisten Johannes hatte
Keramikbild in der Gedenkstätte an der Stelle nahe Ribera del Fresno, an der Johannes - zusammen mit einem Freund - seine Vision des Evangelisten Johannes hatte *

Johannes' Grab im Dominikanerkloster in Lima wurde schnell zum Wallfahrtsort für viele Arme und Bedürftige, die dort wundersame Hilfe erlebten. Sein Leib ist bis heute unverdorben.

Kanonisation: Johannes Massías wurde am 22. Oktober 1837 von Papst Gregor XVI. seliggesprochen, acht Tage nach der Seligsprechung von Martin von Porres. Am 28. September 1975 sprach Papst Paul VI. ihn heilig.

* Im marienfrommen Spanien wird die Vision als die der Maria Immaculata dargestellt.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.08.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Rundbrief der Missionare Diener der Armen der Dritten Welt 4/2014
• http://www.siex.ws/parroquia-sanjuanmacias/index-6.html