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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kaspar Olevianus

Gedenktag evangelisch: 15. März

Name bedeutet: der Schatzmeister (persisch)

Theologe, Reformator
* 10. August 1536 in Trier in Rheinland-Pfalz
† 15. März 1587 in Herborn in Hessen


Kaspar Olevianus
Kaspar Olevianus

Kaspar Olevianus studierte Jura. Bei einer Reise nach Genf lernte er 1558 Johannes Calvin und die reformierte Theologie kennen. Im Sommer 1559 begann er in Trier, reformatorische Predigten zu halten, wurde aber schon nach kurzer Zeit vom Erzbischof ausgewiesen. Friedrich III. von der Pfalz der Fromme ernannte ihn 1560 zum Lehrer für kirchliche Dogmatik an der Universität in Heidelberg und zum Leiter des dortigen Predigerseminars. 1562 wurde er in die Kirchenleitung mit Predigtstelle in der Heidelberger Heiliggeistkirche berufen. Er hatte maßgeblichen Einfluss bei der Neugestaltung der Kirchenordnung, dabei schuf er eine Gottesdienstordnung nach reformierten Grundsätzen.

„Neue Universität” in Heidelberg; links stand die „Domus Shcolarum”, das erste Universitätsgebäude
Neue Universität in Heidelberg; links stand die Domus Shcolarum, das erste Universitätsgebäude

Olevianus' bedeutendstes Werk ist der == Heidelberger Katechismus, den er im Auftrag von Friedrich III. gemeinsam mit dem Professor Zacharias Ursinus verfasste. Mit diesem Lehrbuch sollte das Volk in der christlichen Lehre unterrichtet werden. Dieser Katechismus fand schon bald nach seiner Entstehung weite Verbreitung. Die SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. der reformierten Kirche von Dordrecht 1618/19 bestätigte diesen Katechismus als Bekenntnisschrift, seitdem hat er in den reformierten Kirchen in aller Welt einen festen Platz. In den reformierten Gemeinden Deutschlands wurde er seit dem 18. Jahrhundert zum wichtigsten Glaubensdokument.

Olevianus' Versuch, eine strenge Gemeindezucht nach reformiertem Vorbild einzuführen, scheiterte; immerhin bewirkte er, dass der Ladenburger Superintendent Johannes Sylvanus 1572 wegen Häresie und Hochverrat - Konspiration mit den Türken - auf dem Heidelberger Marktplatz vor der Heiliggeistkirche - enthauptet wurde. Als Friedrich III. starb, musste Olevianus Heidelberg wieder verlassen. Er lehrte die letzten Lebensjahre an der Herborner Akademie.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.08.2018

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.