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Ökumenisches Heiligenlexikon

Konrad von Seldenbüren

auch: von Sellenbüren

Gedenktag katholisch: 2. Mai

Name bedeutet: der tapfere Berater (althochdt.)

Klostergründer, Ordensmann, Märtyrer
* in Seldenbüren, heute der Ortsteil Sellenbüren in Stallikon in der Schweiz
† 2. Mai 1126 in Engelberg in der Schweiz


Konrad, Spross der bedeutenden Adelsfamilie von Seldenbüren - und wohl der letzte Nachkomme seines Geschlechts, stiftete auf seinem Besitz das Benediktinerkloster Engelberg. Der Legende nach hörte er über dem den Ort überragenden Berg Titlis Engelsstimmen, welche ihm den Ort für diese Gott geweihte Stätte anzeigten. Nach dem Bau des Klosters, das am 1. April 1120 eingeweiht wurde, stand er demnach mit dem späteren Abt Adelhelm nahe diesem Berg, sie suchten nach einem Namen für das Kloster und sahen einen Chor von Engeln, der mit zauberhaften Stimmen das Gotteslob sang. Der Name Berg der Engel war geboren.

Matthäus Merian: Kloster Engelberg, Stich, 1642
Matthäus Merian: Kloster Engelberg, Stich, 1642

Konrad holte Mönche aus dem Kloster St. Blasien, die nach den Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11./12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. lebten, in seine Neugründung; das Kloster St. Blasien war von seinem Vorfahren Reginbert von Seldenbüren gestiftet worden. Er erlangte für sein Kloster das päpstliche Privileg der freien Abtswahl und vom Kaiser die Immunität und trat später als Laienbruder der Benediktiner in sein Kloster ein. In Auseinandersetzungen um die Rechte des Klosters wurde er ermordet.

Konrads Gebeine wurden 1611 erhoben, Reste sind heute auf einem Altar der Klosterkirche in Engelberg.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.05.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• http://www.kloster-engelberg.ch/geschichte.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• Johannes Madey. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. IV, Herzberg 1992
• Guido Muff: Das Benediktinerkloster Engelberg. 13. Aufl., Schnell & Steiner Regensburg 2010

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.