Ökumenisches Heiligenlexikon

Licerius von Couserans

auch: Glycerius
französische Namen: Lizier, Lézer, Licar
spanische Namen: Lleïr, Lleí, Lliceri, Lliser

Gedenktag katholisch: 27. August
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Lleida: 1. September

Name bedeutet: der Leuchtende (latein.)

Bischof von Couserans
* in Spanien
548 ? in Lérida / Lleida in Spanien


Licerius war der Sohn vornehmer Eltern und wurde sorgfältig ausgebildet. Er verließ in jungen Jahren seine Eltern und ging nach Tarbes zu Bischof == Faustus und nach dessen Tod nach Rodez zu Bischof Quintianus, der ihn zum Priester und um 505 zum Bischof von Couserans - dem Landstrich um das heute nach ihm benannten Saint-Lizier - weihte. 506 nahm Licerius wie Quintianus an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Agde teil. Licerius wirkte mehrere Wunder: Schon in seiner Jugend heilte er einen Freund, der beim Spielen am Auge verletzt worden war, später half er vielen Kranken durch sein Gebet; ein von einem tollwütigen Hund Gebissener genas durch Auflegung von Licerius' Schweißtuch, seine Stadt rettete er vor einem Überfall der Goten.

Manche Überlieferung nennt einen Glycerius schon im 4. Jahrhundert als Bischof von Couserans - dem Landstrich um Saint-Lizier -, aber den ersten Amtsinhaber gab es nach der Bischofsliste erst um 451. Andere nennen Licerius als Bischof von Lérida / Lleida in Spanien. Die Acta Sanctorum haben nachgewiesen, dass dies falsch ist, aber der geborene Spanier Licerius auch dort verehrt wird.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.08.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bisch%C3%B6fe_von_Couserans - abgerufen am 30.08.2022
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Lizier_de_Couserans - abgerufen am 30.08.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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