Ökumenisches Heiligenlexikon

Marcianus der Hirte

auch: Marianus, Martinus, Marcianus, Merianus
französischer Name: Marcien, Marien

Gedenktag katholisch: 20. April

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Mönch, Priester (?)
* in Bourges in Frankreich
um 488 oder um 470 im Kloster Fontenay in Marmagne bei Auxerre in Frankreich


Marcianus wurde Mönch - vielleicht auch Priester - im damaligen Kosmas-und-Damian-Kloster in Auxerre, nachdem er aus der Gegend von Bourges vor den Westgoten, die Anhänger des Arianismus waren, hierher geflüchtet war. Abt Mamertinus beauftragte ihn, in Mezilles bei Auxerre als Hirte für die Kühe und Schafe des Klosters zu wirken; dabei gelang es ihm, alle wilden Tiere zu zähmen, so dass sie keine Gefahr für seine Herden darstellten. Als ein von Hunden verfolgtes Wildschwein sich zu ihm flüchtete, ließ er es unbeschädigt laufen. Räubern, die ihn ausgeplündert hatten, gab er auch ein von ihnen nicht gefundenes Geldstück, und er wusch ihnen die Füße, beherbergte sie über Nacht und bekehrte durch diese Milde einen der Räuber. Marcianus starb in der Osterwoche.

Als Marcianus' Leichnam ins damalige Kosmas-und-Damian-Kloster - dem später nach ihm benannten Kloster St-Marien, an dessen Stelle heute die Immobilienagentur Résidence La Tournelle steht - nach Auxerre gebracht werden sollte, konnte man ihn nicht bewegen, bis man einem zum Tod Verurteilten die Freiheit schenkte. An seinem Grab geschah eine große Zahl von Wundern. In Mezilles ist Marcianus heute die Kirche geweiht; dort gibt eine jährliche Wallfahrt mit Tiersegnung.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.07.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://catholicsaints.info/saint-marcian-of-auxerre - abgerufen am 30.07.2022
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/50120 - abgerufen am 30.07.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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