Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Villani

Taufname: Beatrix

Gedenktag katholisch: 26. März

Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)

Ordensfrau
* 18. September 1584 in Neapel in Italien
26. März 1670 daselbst


Kirche San Pietro Martire in Neapel
Kirche San Pietro Martire in Neapel

Maria Villani, Tochter von Johann Villani, einem Grafen von Polla und der Portia geb. di Costanzo, legte sich schon im Alter von fünf Jahren Bußübungen auf wie Geißelungen bis aufs Blut und wurde dann schwer krank. Dann trat sie im Kloster an der Kirche San Pietro Martire in Neapel in den Dominikanerinnenorden ein, wo sie sich wieder durch Bußwerke und Gehorsam auszeichnete. Das Jahr hatte sie sich in sechs Fastenzeiten aufgeteilt.

In einer Vision Christi erheilt sie dann den Auftrag, ein neues Kloster mit strengster Beachtung der Regel zu bauen, so entstand das - heute abgegangene - Kloster del Divino Amore in dem Palazzo ihrer Eltern,, in dem dann Töchter der wohlhabenden lokalen Aristokratie lebten. Maria verfasste ein Buch über die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. mit dem Titel Pancratium electorum, ein weiteres über das Leiden Jesu mit dem Titel Paradisus animae und ein drittes über die Liebe zu Gott mit dem Titel De tribus divinis flammis.

Nach ihrem Tod war Marias Körper jugendlich frisch und blühend, aus ihm floss ihr Herzblut warm wie bei einem lebendigen Menschen; dieses Blut wurde im Kloster del Divino Amore in Neapel aufbewahrt.

Das Kloster an San Pietro Martire wurde im 19. Jahrhundert aufgelöst.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.05.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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