Ökumenisches Heiligenlexikon

Michael Sopoćko

polnischer Name: Michał

Gedenktag katholisch: 15. Februar

Name bedeutet: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Priester
* 1. November 1888 in Nowosady bei Białystok in Polen
15. Februar 1975 in Białystok in Polen


Michael Sopoćko, dessen Geburtsort damals in Russland lag, studierte ab 1910 Theologie am Seminar im damals ebenfalls russischen Wilna / Vilnius, wurde 1914 zum Priester geweiht und war dann als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. an der Taborkirche in Wilna tätig. 1918 bekam er die Erlaubnis zur Ausreise ins polnische Warszawa / Warschau, was aber durch eine Krankheit sich zunächst zerschlug, weshalb er sich freiwillig als Feldgeistlicher meldete, bis er 1919 doch das Studium der Moraltheologie in Warschau beginnen konnte; zusätzlich studierte er an der Pädagogischen Hochschule, bis er 1926 mit einer Dissertation über Moraltheologie promoviert wurde. Nach Jahren als Militärseelsorger und dann als Spiritual im Priesterseminar in Wilna wurde er 1934 in Warschau habilitiert und Professor der Pädagogik an der Warschauer Universität, zudem erhielt er den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Stefan-Batory-Universität in Wilna.

Schon seit 1932 war Michael Sopoćko einer der Beichtväter bei der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Wilna, wo er 1933 Maria Faustyna vom allerheiligsten Sakrament Kowalska kennen lernte und ihr geistlicher Begleiter wurde. Auch nachdem Maria Faustyna 1936 Wilna verließ, blieb er mit ihr in Kontakt und entwickelte auf Grund ihrer Visionen eine wissenschaftlich fundierte Theologie der Barmherzigkeit Gottes.

1942 wurde Michael Sopoćko von der Gestapo der deutschen Besatzer gesucht und musste aus Wilna fliehen. 1944 konnte er zurückkehren, aber 1947 drohte ihm unter russischer Herrschaft die Deportation nach Sibirien. In Białystok konnte er nun Aufgaben am Priesterseminar übernehmen. Dort verfasste er auch die Ordensregel für die neue Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Barmherzigen Jesus. Ab 1965 war er beteiligt am Seligsprechungsprozess für Maria Faustyna vom allerheiligsten Sakrament Kowalska. 1972 wurde er in Białystok zum Domkapitular ernannt.

Die Gebeine von Michael Sopoćko ruhen in der Kirche der Barmherzigkeit Gottes in Białystok.

Kanonisation: Michael Sopoćko wurde am 28. September 2008 in Białystok durch Kardinal Angelo Amato im Auftrag von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.05.2022

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Micha%C5%82_Sopo%C4%87ko - abgerufen am 05.02.2022
• https://en.wikipedia.org/wiki/Micha%C5%82_Sopo%C4%87ko - abgerufen am 05.02.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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