Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Parthenios und Eumenios

Taufnamen: P: Nikolaus
E: Emmanuel

Gedenktag orthodox: 10.Juli

Name bedeutet: P: der Jungfräuliche (griech.)
E: der gute Eiferer (griech.)

Mönche, Klostergründer
P: * 1829 in Pitsídia bei Matala auf Kreta in Griechenland
E: * 1846 daselbst
P: † 5. September 1905 im Kloster Koudoumá auf Kreta in Griechenland
E: † 20. September 1920 daselbst


griechische Ikone
griechische Ikone

Die Brüder Nikolaus und Emmanuel, Söhne von Harilaos Haritakis und Maria geb. Androulaki, wurden 1858, zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters, Mönche im Kloster Hodegetria nahe ihres Heimatortes, einem der ältesten und wichtigsten Klöster Kretas, dessen Mönche wegen ihre Widerstandes gegen die Türken 1829 alle getötet worden waren. Ihre Mutter war damit zunächst nicht einverstanden, bis ihre Söhne vor ihren Augen ein Wunder bewirkten: sie konnte Brot backen, ohne Feuerholz in den Ofen zu legen. Nikolaus nahm 1862 den Ordensnamen Nestor, Emmanuel 1865 den Ordensnamen Methodios an.

Höhlenkirche in der Martsalo-Schlucht
Höhlenkirche in der Martsalo-Schlucht

Nach einiger Zeit wurden sie Einsiedler in den Höhlen der Martsalo-Schlucht - an deren Anfang steht heute eine der Panagia geweihte Kirche, in deren Mitte die Höhlenkirche. 1867 verlieh ihnen der Abt des Klosters Hodegetria das Große Schema und sie nahmen nun die Namen Parthenios und Eumenios an. 1868 wurde Eumenios zum Diakon ordiniert und 1870 auch zum Priester.

Als für das Kloster Hodegetria der neue Abt Agathangelos gewählt worden war, beschuldigte er die Einsiedler, am Niedergang des Klosters schulig zu sein; deshalb entschieden sie, die Gemeinschft zu verlassen und lebten dann als Einsiedler in der Gegend von Koudoumas, wo sie in Höhlen an der heutigen Johanneskirche, an der heutigen Antonius Kirche und in der Abbakóspēlio-Höhle, der schon vor Zeiten - u. a. von Kosmas dem Einsiedler - genutzen Einsiedlerhöhle, lebten.

Nach einer Marienerscheinung begannen Parthenios und Eumenios mit dem Wiederaufbau des schon vor dem 14. Jahrhundert gegründeten, aber nun seit langem in Trümmern liegenden Klosters Panagía Koudoumá; dabei halfen die Einheimischen den mittellosen Brüdern, weil sie für ihre Heiligkeit und die von Parthenios gewirkten Wunder berühmt waren; die Kirche wurde 1895 fertiggestellt. Ratschläge für die Organisation ihres Klosters erhielten sie von dem Mönch Gregóriosy Chrysoulakis, der aus dem Kloster Vatopedíou auf dem Athos stammte und dem Koudoumá-Kloster auch viele Bücher und Gewänder schenkte.

Dorf Kerames mit der Pfarrkirche
Dorf Kerames mit der Pfarrkirche

Parthenios werden viele Wunder zugeschrieben: in Kerames bei Rethymno vertrieb er demnach die Heuschrecken, die die Ernte verschlingen wollten. Als beim Bau des Klosters Panagía Koudoumá die Bauarbeiter den Bau einstellen wollten, weil es in der Gegend keine geeigneten Steine gab, ließ er am Strand die benötigten Steine erscheinen; zudem machte er dort das Meerwasser süß.

Parthenios' Gebeine wurden 1907 in die Kirche des Klosters Panagía Koudoumá überführt, auch die von Eumenios liegen seit seinem Tod dort.

Kanonisation: Parthenios und Eumenios wurden am 8. Juli 2007 vom Ökumenischen Patriarchat heiliggesprochen.





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Parthenios und Eumenios

Wikipedia: Artikel über Parthenios und Eumenios

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Devota
Honoratus von Canterbury
Xenia von Petersburg


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.04.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2012/07/saints-parthenios-and-evmenios-founders.html
• http://orthodoxcrete.com/de/places/holy-monastery-of-koudoumas/
• https://www.cretanbeaches.com/en/religious-monuments-on-crete/inactive-monasteries-and-hermitages/asterousia-mountain-hermitages/saint-anthony-cave-koudoumas
• https://www.cretanbeaches.com/en/religious-monuments-on-crete/inactive-monasteries-and-hermitages/asterousia-mountain-hermitages/avvakospilio-cave-of-saint-kosmas-at-koudoumas

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.