Ökumenisches Heiligenlexikon

Radegund von Wellenburg

auch: Radiana

Gedenktag katholisch: 18. Juli
Diözesankalender Fulda
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Augsburg: 1. Juli

Name bedeutet: Rat und Kampf (althochdt.)

Magd, Wohltäterin
* in Wulfertshausen bei Friedberg nahe Augsburg in Bayern
um 1290 oder 1340 in St. Radegund, Ortsteil von Bergheim bei Augsburg, heute Stadtteil von Augsburg in Bayern


Postkarte: Schloss Wellenburg bei Augsburg, vor 1910
Postkarte: Schloss Wellenburg bei Augsburg, vor 1910

Radegund war Dienstmagd im Schloss Wellenburg. Die Legende stellt sie als Beispiel frommer Nächstenliebe und besonderer Berufstreue dar, die sich zudem um Aussätzige in einem Heim am nahen Waldrand kümmerte. Als sie eines Tages wieder auf dem Weg zur Pflege der Kranken war, wurde sie von hungrigen Wölfen angefallen; an den Verletzungen starb sie drei Tage später.

Postkarte: Schloss Wellenburg bei Augsburg, vor 1910
Radegundis geweihte Kapelle in St. Radegundis bei Augsburg

Die Erzählung von Radegundis' Versorgung der Aussätzigen und den dabei geschehenen Wundern und der Missbilligung durch den Burgherrn trägt dabei die Züge der ebenso geschehenen Wohltaten durch Elisabeth von Thüringen.

Am Ort von Radegundis' Leiden nahe des Schlosses Wellenburg wurde eine nach ihr benannte, erstmals 1422 erwähnte Kapelle im heute nach ihr benannten Weiler St. Radegundis - einem Ortsteil von Augsburg - gebaut. 1812 kamen die Gebeine nach Waldberg bei Augsburg, wo dann die ihr geweihte Kirche errichtet wurde und wo bis heute eine Prozession zu ihren Ehren begangen wird.

Attribute: Wolf


Die Geschichte der Radegund von Wellenburg





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.11.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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