Ökumenisches Heiligenlexikon

Richard Whiting und Gefährten

Gedenktag katholisch: 15. November

Name bedeutet: der reiche Starke (althochdt.)

Abt in Glastonbury, Märtyrer
* 1461 bei Wrington in Somerset in England
15. November 1539 in Glastonbury in England


Richard Whiting wurde im Benediktinerkloster in Glastonbury und dann bis 1483 am Magdalene-College in Cambridge ausgebildet, 1500 zum Diakon und 1501 zum Priester geweiht. 1525 wurde er Abt in Glastonbury, einem der reichsten und einflussreichsten Klöster in England mit ungefähr hundert Mönchen, in dem die Söhne des Adels ausgebildet wurden. 1534 unterzeichnete er die Supremacy-Akten, mit denen er wie alle KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. die Oberherrschaft des Königs über die Kirche anerkennen musste. Nachdem 1535 alle kleineren Klöster aufgelöst worden waren, blieb Glastonbury das einzige Kloster in Somerset. Whiting weigerte sich, seine Abtei abzugeben, da sie nicht unter das Gesetz zur Unterdrückung der kleineren Häuser fiel, deshalb kamen königlichen Kommissare, um Fehler und damit Gründe für die Schließung des Klosters zu finden. Whiting wurde nach London zu Ministerpräsident Thomas Cromwell gebracht, festgenommen, der Unterschlagung von Vermögenswerten beschuldigt und in den Tower gesteckt. Am 14. November wurde er nach Wells in Somerset gebracht, wo ihm der Prozess gemacht wurde. Am Folgetag wurde er mit zweien seiner Mönche - beide auch Priester -, dem Schatzmeister John Thorne und dem Sakristan Roger James, nach Glastonbury gebracht, wo alle drei mit Stricken auf die Spitze des Stadttores gezogen, dort gehängt, gestreckt und geviertelt wurden.

Richard Whiting war damit der letzte Abt des Klosters in Glastonbury. Sein Kopf wurde dann über dem Westtor des Klosters ausgestellt.

Kanonisation: Richard Whiting und seine Gefährten wurden am 13. Mai 1895 zusammen mit acht anderen Märtyrern aus England von Papst Leo XIII. seliggesprochen.

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.06.2020

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Whiting_(abbot)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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