Rigobert von Reims
Gedenktag katholisch: 4. Januar
Übertragung der Gebeine: 19. Januar, 10. Juni, 14. Juni
Name bedeutet: der reiche Glänzende (althochdt.)
Rigobert, Sohn des Kastellans Constantin, wurde Benediktinermönch im damaligen, um 677 gegründeten Kloster in Orbais - dem heutigen Orbais-l'Abbaye bei Épernay und dort 696 der zweite in der Reihe der Äbte. Er stand in enger Verbindung mit Pippin dem Mittleren (von Herstal(, dem Hausmeier von Austrasien und war Taufpate von Karl Martell. 695 wurde er als Nachfolger von Regulus Bischof von Reims. Weil er in dem nach Pippins Tod ausgebrochenen Machtkampfe den Truppen von Karl Martell das Betreten der Stadt Reims untersagte, wurde er 717 von diesem seines Amtes enthoben und ins Exil auf sein Eigengut bei Gernicourt geschickt. Rigobert wurde um 732 zwar rehabilitiert, wollte das ihm entzogene Amt aber nicht wieder antreten.
Rigobert wurde in der Kirche Saint-Pierre in Gernicourt bestattet. Seine Gebeine wurden 864 nach Reims übertragen und 872 dort in die Kathedrale gebracht; Teile davon kamen später ins damalige Kloster Saint-Denis - heute das Museum für schöne Künste - in Reims.
An der Stelle von Rigoberts Eigengut bei Gernicourt wurde 1862 eine ihm geweihte Kapelle errichtet. Der dortigen Quelle wird heilsame Wirkung nachgesagt.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 15.04.2026
Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Rigobert_(archev%C3%AAque_de_Reims) - abgerufen am 15.04.2026
• https://archives.aisne.fr/ark:/63271/vta2cfe9587288cae14 - abgerufen am 15.04.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Pierre_d%27Orbais#Abb%C3%A9s_r%C3%A9guliers - abgerufen am 15.04.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.