Ökumenisches Heiligenlexikon

Salvator Lilli und Gefährten

italienischer Name: Salvatore

Gedenktag katholisch: 22. November
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Franziskaner-Observanten

Name bedeutet: der Retter / Erlöser (latein.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 19. Juni 1853 in Cappadocia bei L'Aquila in Italien
22. November 1895 in Maraş in Armenien, heute Kahramanmaraş in der Türkei


Salvator Lilli trat 1870 in Nazzano bei Rom dem Franziskanerorden bei. Wegen der Unterdrückung der Orden in Italien ging er 1873 ins Kloster nach Betlehem im Heiligen Land, setzte dort seine Studien fort, 1874 ging er ins Erlöser-Kloster nach Jerusalem und wurde dort 1878 zum Priester geweiht. 1880 wurde er nach Maraş in Kleinarmenien in der heutigen Türkei gesandt, um unter Muslimen zu missionieren und die wenigen Katholiken zu stärken. 1890 pflegte er nach dem Ausbruch einer Cholera-Apidemie die Kranken. 1893 konnte er eine neu gebaute Kapelle weihen. 1894 wurde er Superior des Hospizes der Franziskaner im Stadtteil Mugiuk-Deresi. Mit Beginn der türkischen Pogrome gegen die Armenier 1895 wurde er gewarnt und zur Ausreise aufgefordert, er wollte aber bei seiner Gemeinde bleiben, wurde mit sieben anderen Christen gefangen genommen und, weil sie sich weigerten, zum Islam überzutreten, noch am selben Tag erstochen; die Leichname wurden verbrannt.

Kupferstich von Salvator Lillis Kapelle, 1893
Kupferstich von Salvator Lillis Kapelle, 1893

Mit Salvator Lilli starben als Märtyrer die armenischen Katholiken
Johannes, der Sohn von Baldji,
K'adir, der Sohn von Xodian,
Cerun, der Sohn von K'uraz,
Vardavar, der Sohn von Dimbalac,
Paulus, der Sohn von Jeremia,
David, der Sohn von David und
Theodor, Davids Bruder und Sohn von David.

Kanonisation: Salvator Lilli und seine Gefährten wurden am 3. Oktober 1982 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Martyrologium Romanum Flori-Legium





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.09.2020

Quellen:

• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 1. Christiana, Stein am Rhein 1991
• http://newspapers.bc.edu/cgi-bin/bostonsh?a=d&d=BOSTONSH18980423-01.2.33
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/78800

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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