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Ökumenisches Heiligenlexikon

Priska

auch: Priscilla

Gedenktag katholisch: 8. Juli

Gedenktag evangelisch: 13. Februar (LCMS)

Gedenktag orthodox: 13. Februar, 14. Juli

Gedenktag koptisch: 21. März

Name bedeutet: die (kleine) Ehrwürdige (latein.)

Glaubensbotin in Ephesus und Rom
* in Pontus in der Türkei (?)
† nach 60 in Rom


Der Hadrianstempel in Ephesus, erbaut um 125, um 300 und um 600 erweitert
Der Hadrianstempel in Ephesus, erbaut um 125, um 300 und um 600 erweitert

Priska und ihr Mann Aquila lebten in Rom. Als Kaiser Claudius im Jahr 49 die Juden - wohl nur jene, die Anhänger von Christus waren - aus der Stadt auswies, zog das Ehepaar nach Korinth. Dort nahmen sie Paulus in ihr Haus auf, als der bei seiner zweiten Missionsreise in die Stadt kam (Apostelgeschichte 18, 1 - 3), bekehrten sich zum Christentum und begleiteten Paulus auf seiner Rückreise nach Ephesus - heute Ruinen bei Selçuk - (Apostelgeschichte 18, 18 - 19). In Ephesus wirkten sie nun als Missionare: sie unterrichteten den jüdischen Johannesjünger Apollos (Apostelgeschichte 18, 24 - 26) und in ihrem Haus fanden die Gottesdienste statt (1. Korintherbrief 16, 19). Offenbar haben sie Paulus in der Zeit seiner Verfolgung und seines Gefängnisaufenthaltes unterstützt, auch unter Einsatz ihres Lebens. Wahrscheinlich wurden sie auch selbst verfolgt, jedenfalls kehrten sie nach Rom zurück, nachdem 54 Nero Kaiser geworden war, der zunächst eine tolerante Politik verfolgte. Dort wurde ihr Haus wieder Ort des Gottesdienstes der Christengemeinde (Römerbrief 16, 3 - 5).

Paulus bezeichnete die beiden als seine Mitarbeiter, in vier von sechs Bibelstellen wird der Name der Priska vor dem ihres Mannes genannt (so in Römerbrief 16, 3), was deutlich macht, dass Priska die eigentliche Missionarin war, die von ihrem Mann unterstützt wurde. Manche Forscher sehen Priska als Autorin des neutestamentlichen Hebräerbriefes - er wäre damit das einzige biblische Buch aus Frauenhand. Eine Notiz im 2. Timotheusbrief (4, 19) kennt die beiden zum Ende des Jahrhunderts wieder in Ephesus, was aber nicht als historisches Zeugnis zu werten ist.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.07.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Manfred Görg, Bernhard Lang (Hg.): Neues Bibellexikon, Bd. III, Benziger, Zürich 2001
• Adolf v. Harnack: Die Mission und Ausbreitung des Christentums. J. C. Hinrich, Leipzig 1924
• Dietfried Gewalt. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. VII, Herzberg 1994

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.