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Ökumenisches Heiligenlexikon

Simpert von Augsburg

auch: Simbert, Sintpert

Gedenktag katholisch: 13. Oktober
gebotener Gedenktag im Bistum Augsburg
in Straßburg: 12. Oktober
Übertragung der Gebeine: 23. April

Name bedeutet: auf glänzendem Weg (althochdt.)

Mönch (?), Bischof von Augsburg
* vor 750 in Lothringen in Frankreich (?)
† 807 (?) in Augsburg in Bayern


Rasso von Andechs
Hans Holbein d.Ä.: Simpert und die Wolfslegende, 1492, Bayerische Staatsbibliothek in München

Simpert, wohl Sohn des Herzogs Ambertus von Lothringen und dessen Gemahlin Simphorina, wurde - wohl 778 - von König Karl, mit dem er zeitlebens in enger Verbindung stand, als Nachfolger von Tozzo zum Bischof von Augsburg ernannt. In Dokumenten von 798 und 799 wurde Simpert auch als Bischof von Neuburg - wohl Neuburg an der Donau - bezeichnet, 800 wurde er Bischof von Neuburg im Staffelsee genannt. Erst zwischen 801 und 807 gelang die Vereinigung der zuvor zeitweise getrennten Gebiete des Bistums östlich und westlich des Lechs und wurde Augsburg wieder alleiniger Bischofssitz.

In den damaligen Kämpfen zwischen Bayern und Franken wurde Augsburg schwer mitgenommen, Simpert soll viel zum Wiederaufbau beigetragen haben. Zur Abrundung der Diözese erhielt er umfangreiche Gaben und Güter, in Augsburg ließ er die zerstörte Afrakirche wieder aufbauen und den neuen Dombau vollenden. Simpert starb an einem 13. Oktober.

Ob Simpert mit dem gleichnamigen Abt und Bischof im Benediktinerkloster Murbach im Elsass identisch ist, kann nicht sicher erwiesen werden.

Simpert wurde in der von ihm erneuerten und geweihten Kirche St. Ulrich und Afra beigesetzt, an seinem Grab ereigneten sich zahlreiche Wunder; erzählt wird, wie eine Mutter um Hilfe bat, weil ein Wolf ihr Kind verschleppt hatte; der Wolf brachte daraufhin das Kind unversehrt in die Kirche zurück. Simpert rettete einen Mann, der im Sumpf zu versinken drohte. Seit dem Spätmittelalter wird Simpert auch als Wundertäter und regional als Nothelfer verehrt. Simperthäubchen wurden bei Kopfleiden aufgelegt und halfen. Kaiser Maximilian I. verehrte ihn und nahm ihn in seine Ahnenreihe auf; bei der Überführung der Gebeine 1492 war der König anwesend. Die große marmorne Liegefigur über seinem Grab stammt aus dem Jahr 1714.

Bischof Walter Mixa stellte 2007 die Jugendpastoral des Bistums Augsburg sowie alle Kinder und Jugendlichen in besonderer Weise unter den Schutz von Simpert und vertraute sie ihm als Schutzpatron und Fürsprecher an.

Kanonisation: Simpert wurde 1468 von Papst Nikolaus V. kanonisiert.
Attribute: Wolf mit Kind im Maul
Patron des Bistums Augsburg (dritter); der Kinder und Jugendlichen im Bistum Augsburg

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Liegefigur auf dem Simpert-Schrein, 1714, in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg
Liegefigur auf dem Simpert-Schrein, 1714, in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.02.2016

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• http://downloads.bistum-augsburg.de/1/82/1/12288097753594731285.pdf

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.