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Ökumenisches Heiligenlexikon

Simplicius


Simplicius, Faustinus und Rufus waren Geschwister. Die Überlieferung erzählt, dass die Leichname der in den Verfolgungen unter Diokletian gemarterten und enthaupteten römischen Brüder von ihrer Schwester Beatrix aus dem Tiber gezogen und im Coemeterium ad Ursum pileatum, dem Friedhof beim mit einer Filzkappe bedeckten Bären - also den Katakomben des Pontianus -, beigesetzt wurden. Auch Beatrix wurde dann ergriffen und getötet.

Das Grab der Märtyrer ist in alten Dokumenten wenig bezeugt. Es befand sich in den Katakomben der Generosa, dort ist auch ein Fresko der Brüder. Ihre Reliquien wurden um 682 von Papst Leo II. in die Kirche Santa Bibiana überführt. Bonifatius brachte Reliquien von Simplicius, Faustinus und Beatrix in seine Klosterkirche - an der Stelle des heutigen Domes - nach Fulda.

Im 16. Jahrhundert wählte Fulda die Märtyrergeschwister Simplicius, Faustinus und Beatrix als Schutzpatrone, sie sind im Stadtsiegel und im Stadtwappen in Form von drei Lilien dargestellt.

Patron von Fulda

Die Katakomben der Generosa in Rom werden von einem Verein betreut, sie sind meist einmal im Monat an einem Samstag zur Besichtigung im Rahmen einer Führung geöffnet, die Termine gibt es auf der Webseite des Comitato Catacombe di Generosa (2017)
Der Dom in Fulda ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr - sonntags erst ab 11.30 Uhr - zur Besichtigung geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.05.2021

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• http://www.fuldaerzeitung.de/artikelansicht/artikel/2689966/regional+fulda/eine-bank-fur-die-stadtpatronin-die-heilige-beatrix
• http://www.romasotterranea.it/catacombe-ponziano.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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