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Ökumenisches Heiligenlexikon

Stanislaus Kubski

polnischer Name: Stanisław

Gedenktag katholisch: 18. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum München-Freising: 12. Juni
in Polen als Märtyrer der deutschen Besatzung 1939 bis 1945: 12. Juni

Name bedeutet: der im Lager Berühmte (slawisch)

Priester, Märtyrer
* 13. August 1876 in Książ, Ortsteil von Strzelno / Strelno bei Bydgoszcz in Polen
† 18. Mai 1942 1 in Dachau in Bayern


Stanislaus Kubski
Stanislaus Kubski

Stanislaus Kubski wurde als Sohn des Bauern Michal Kubski und seiner Frau Franciszka geb. Gluszek in dem damals preußischen Gebiet geboren. 1897 legte er das Abitur ab, studierte dann an den Priesterseminaren in Gnesen / Gniezno und Posen / Poznań und wurde dort 1900 zum Priester geweiht. Er war dann als Pfarrer in Śrem und an der Laurentius-Kirche in Gniezno tätig, wo Alexius Sobaszek einer seiner Vikare war. Während des Krieges mit Russland 1919 bis 1922 war Kubski Kaplan der polnischen Armee. 1923 wurde er Pfarrer von St. Nikolaus in Inowrocław, wo er 1925 Dekan wurde; bis 1926 arbeitete er auch als Gefängnispfarrer, zudem entwickelte er caritative Aktivitäten und verbrachte viel Zeit bei der eucharistischenDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. Anbetung.

Schon am zweiten Tag des Krieges, am 2. September 1939, wurde Stanislaus Kubski in Inowrocław von den deutschen Besatzern verhaftet. Nach einer Woche kam er ins Übergangslager der Gestapo nach Piła / Schneidemühl, im November erst ins Konzentrationslager nach Dachau, dann ins KZ Buchenwald bei Weimar, wo er im Steinbruch hart arbeiten musste. Nachdem er sich dabei die Hand gebrochen hatte, wurde er im Oktober (oder Dezember) 1940 wieder nach Dachau verlegt. Obwohl er unter Krätze, Geschwüren und Wunden am ganzen Körper litt, erschöpft und abgemagert war, behielt er seine Zuversicht: Nach dem Krieg wird alles gut sein, schrieb er in einem Brief. Ende April 1942 wurde er für arbeitsunfähig erklärt; er litt immer noch an Krätze, hatte vier große eiternde Furunkel, viele Geschwüre und wog nur noch 39,5 Kilogramm. Im Mai wurde er auf einen Transport gegeben, dessen Ziel das Euthanasie-Zentrum im Schloss in Hartheim bei Linz war; bald nach dem Abtransport aus Dachau starb er wohl noch unterwegs.

Stanislaus Kubskis Grab auf dem Friedhof Perlacher Forst in München
Stanislaus Kubskis Grab auf dem Friedhof Perlacher Forst in München

Stanislaus Kubskis sterbliche Überreste wurden wohl noch im Krematorium in München verbrannt und in einem Sammel-Urnengrab auf dem Friedhof Perlacher Forst beigesetzt; dieses Grab von Nazi-Opfern wurde erst 2013 identifiziert; Kubskis Grab ist damit eines der wenigen bekannten Gräber eines Dachauer Seligen.

Kanonisation: Stanislaus Kubski wurde am 13. Juni 1999 zusammen mit 107 weiteren polnischen Märtyrern des Nationalsozialismus von Papst Johannes Paul II. in Warschau seliggesprochen.
Patron von Inowrocław

1 Das offizielle Todesdatum 13. Mai 1942 ist wohl falsch.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.07.2017

Quellen:
• Monika Neudert, www. selige-kzdachau.de mit Dank an Klemens Hogen-Ostlender, E-Mail vom 23. April 2017

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.