Ökumenisches Heiligenlexikon

Konzile


Ökumenische (griech. οικομένη, die ganze bewohnte Erde) Konzile (latein. Concilium, Zusammenkunft oder Vereinigung) sind Versammlungen der Bischöfe und hoher kirchlicher Würdenträger zur Erörterung und Entscheidung vor allem zu Fragen der Lehre der Kirche; ihre Beschlüsse gelten als gesamtkirchlich bindend.

Die katholische Kirche zählt 21 ökumenische Konzile, die orthodoxe Kirche anerkennt davon nur die ersten sieben bis zum 2. Konzil von Nicäa im Jahr 787:

Die Orthodoxe Kirche erinnert mit einem eigenen Gedenktag für die die ersten sechs Ökumenischen Konzile am Sonntag, dem 13. Juli bzw. dem Sonntag danach.

Die Orthodoxe Kirche erinnert an diese 7 von ihr anerkannten Konzile mit einem eigenen Gedenktag am 18. Mai.

Mit dem Begriff Konzil wurden bis zum Mittelalter auch bedeutende regionale Versammlungen bezeichnet, die man heute als SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. kennt.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.06.2026

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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