Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

18. Mai

1. † am Montag, dem 18. Mai 526, entschlief in Gefangenschaft in Ravenna, der heilige Papst und Märtyrer Johannes I., gebürtig aus der Toskana, wurde er Diakon in Rom und am 23. August 1523 zum Papst gewählt. Der arianische König Theoderich von Ravenna schickte ihn an den Hof nach Konstantinopel, damit er, ein sehr friedliebender Mann, dort zugunsten der Arianer gegen deren harte Verfolgung spreche. Er wurde dort mit höchsten Ehren, als der Apostel Petrus persönlich, empfangen. Als erster Papst feierte er dort am 19. April 526 die Ostermesse nach byzantinischem Ritus mit. Auf der Rückreise wurde er in Ravenna eingekerkert und ohne Lebensmittel, Durst und Hunger preisgegeben; er erlag dort bald seinen Entbehrungen. Sein Leichnam wurde nach Rom überführt und in Sankt Peter beigesetzt; der arianische König ließ Felix (12. Oktober 530/5) zu seinem Nachfolger wählen.
Siehe auch 29. Juni, 1/50

2. † am Donnerstag, dem 18. Mai 304, wurde in Salona in Dalmatien, der heilige Märtyrer Felix für Christus umgebracht.

3. † an einem 18. Mai, um 304, wurde in Ägypten, der heilige Märtyrer Dioskoros, der Sohn eines Lektors, selber ein Steuereinnehmer, nach vielen verschiedenen Folterungen, schließlich enthauptet.

4. † an einem 18. Mai, im 4. Jahrhundert, wurden in Alexandria, zu Blutzeugen, die heiligen Priester und Märtyrer Potamon, Ortasius, Serapion, und ihre Gefährten.

5. † an einem 18. Mai, um 304, wurden in Ancyra in Galatien, Ankara in der Türkei, zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Theodotos und seine Tante Thekusa, Alexandra, Claudia, Phaine, Euphrasia, Matrona und Julitta, Jungfrauen und Märtyrinnen, die vom Statthalter zuerst vergewaltigt und dann, einen Stein um den Hals gebunden, in einem See ertränkt worden sind. Nach der Überlieferungen wurden sie, als Christen verhaftet, anlässlich des heidnischen Festes zur Ehren der Göttinnen Diana und Minerva, in die Prozession eingezwungen, die von der Stadt zu einem kleinen See führte, in der die Statuen der Göttinnen gebadet werden sollten; der heidnische Gouverneur ließ die Männer nackt vorangehen, die Frauen ebenfalls nackt auf einem Wagen gefahren werden, denn sie sollten den Fruchtbarkeitsgöttinnen so Ehre erweisen; so wurden sie gedemütigt und in ihrem Schamgefühl verletzt; schließlich erhielten sie am Ziel die Gelegenheit, ihr Leben zu retten, indem sie Weihrauch als Opfer den Götzen darbrachten; als sie das verweigerten, wurden, während der Feier des Badens der Götzenbilder, die Frauen mit einem Stein um den Hals im See versenkt, die Männer enthauptet und ihre Leichen auf Altären wie und mit Weihrauch verbrannt.

6. † am Montag, dem 18. Mai 1192, entschlief in Aargau, bei den Helvetiern, der selige Priester Burchard, Burkhard, der, als Pfarrer von Beinwil am Hallwiler See, der ihm anvertrauten Herde ein wachsamer Hirt gewesen ist.

7. † am Donnerstag, dem 18. Mai 1161, wurde in der süd-finnischen Hafenstadt Turku, damals gehörend zu Upsala in Schweden, der heilige König und Märtyrer Erich IX., König seit 1150, eifrig in seinem Reichsgebiet, sein Volk weise zu regieren und die Rechte der Frau zu schützen, den heiligen Heinrich von Upsala (20. Januar, um 1157/8) nach Finnland ausgesandt hat, den Glauben an Christus dort zu verbreiten, der aber schließlich, in Turku, während der Feier der heiligen Messe, überfallen und von seinen Feinden mit Schwertern niedergemacht worden ist.

8. † am Freitag, dem 18. Mai 1369, entschlief in Toulouse, Garonne, der heilige Priester Guillaume, Wilhelm, aus dem Orden der Augustiner-Eremiten.

9. † am Montag, dem 18. Mai 1587, entschlief in Rom, der heilige Ordensbruder Felix de Cantalice, bei Rieti, ein Kapuziner, von bewundernswerter Anspruchslosigkeit und Schlichtheit, der 40 Jahre lang als Bettelbruder seine Aufgabe erfüllte und, Bruder Deo Gratias Vergelt’s Gott, Frieden und Nächstenliebe ausstrahlte und aussäte.

10. † am Samstag, dem 18. Mai 1918, entschlief in Trier, die selige Jungfrau Blandina, Maria Magdalena Merten, 34 J., 9. Kind einer Bauernfamilie aus Düppenweiler im Saarland, die 9-jährig in Marienau bei Vallendar ihr Examen als Lehrerin bestand, an verschiedenen Orten lehrte und trat am 22. April 1908 bei den Ursulinen im Mutterhaus Kalvarienberg bei Ahrweiler ein, wo sie am 3. November 1910 ihre zeitlichen Profess-Gelübde ablegte. Sie wirkte als Erzieherin und Lehrerin in Saarbrücken und Trier. Am 4. November 1913 legte sie ihre ewigen Gelübde ab. Ab September 1916 litt sie an unheilbarer Tuberkulose, an der sie, nach vorbildlich christlich ertragenem Leiden, sie entschlafen ist. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 1. November 1987 seliggesprochen. In Trier ist sie in die neu errichtet Blandina-Kapelle, am 18. Mai 1990 überführt worden.

11. † am Montag, dem 18. Mai 1942, wurde in der Gaskammer des Lagers Dachau ermordet, der selige Priester und Märtyrer Stanislaw Kubski, 65 J., Priester der Diözese Gniezno, Gnesen.
Siehe auch 28. Mai 14/46

12. † am selben Montag, dem 18. Mai 1942, wurde im Konzentrationslager Hartheim bei Linz zugrundegerichtet, der selige Priester und Märtyrer Marcin Jan Oprzàdek, 58 J., ein Franziskanermönch.
Siehe auch 28. Mai, 14/47

Basel: Burkhard: 6


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 26.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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