Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

29. Oktober

1. † an einem 29. Oktober im 3. Jahrhundert, wurde in Karthago, der heilige Felicianus zum Märtyrer.

2. † am Dienstag, dem 29. Oktober 222, entschlief in Jerusalem, der heilige Bischof Narcissus von Jerusalem, 116 J., lobenswert wegen seiner Heiligkeit, seiner Bußgesinnung und seines Glaubens, der mit Papst Victor I. (28. Juli, um 200/2) der Überzeugung war, dass das Osterfest der Christen an keinem anderen Tag gefeiert werden darf, als am Sonntag, dem Tag der Auferstehung des Herrn, also nicht mehr auf dem 14. Nisan. Schließlich hat er seine lange Pilgerschaft vollendet und ist zum Herrn hinübergegangen.

3. † an einem 29. Oktober um 400 entschlief in Vercelli der heilige Bischof Honoratus, ein Schüler des Bischofs Eusebius von Vercelli (1. August 371/5). Er durfte dem heiligen Ambrosius vor dessen Tod die Wegzehrung, das Viaticum, reichen. (4. April 397/3).

4. † am Sonntag, dem 29. Oktober 304, opferte sich in Sidon in Phönzien der heilige Priester Zenobius, der unter der Wucht und der Bitterkeit der diokletianischen Verfolgung, andere zum Durchhalten im Martyrium aufrief und selber das Martyrium erlitten hat. Nach der Überlieferung war er Arzt und behandelte die Armen unentgeltlich. Auch habe er eine Schwester gehabt, namens Zenobia, die ihm, als er gefoltert wurde, Erleichterung im Leiden verschaffte, dabei ebenfalls verhaftet wurde. Da beide Christus nicht abschwören wollten, wurden sie in kochendem Wasser ein letztes Mal gequält und danach enthauptet.

5. † am Sonntag, dem 29. Oktober 366, entschlief in Beth Kiduna bei Edessa, in Osrhoëne, Urfa, in der Süd-Türkei, der heilige Anachoret Abraham, der dort 50 Jahre lang in einer Hütte lebte und durch den die Bewohner der Stadt zu Christus bekehrt worden sind. Sein Leben hat der heilige Diakon und Kirchenlehrer Ephräm (9. Juni 378/9) verfasst.
Siehe auch 9. Juni, 1/6

6. † an einem 29. Oktober, um 575, entschlief in Vienne der heilige Abt Theodarius, ein Schüler des heiligen Caesarius von Arles (27. August 542/7).

7. † an einem 29. Oktober im 7. Jahrhundert, entschlief in Douay, der heilige Bischof Colman.

8. † an einem 29. Oktober um 760, entschlief in Moustier-en-Fange, der heilige Abt Dodon, Dodo von Wallers, der Vorsteher des Mönchsklosters von Wallers, Wallers-en-Fagne, Wallers-Trelon, bei Valenciennes, Cambresis, aber weiter das Leben eines Eremiten führte.

9. † am Montag, dem 29. Oktober 1860, entschlief in seiner Geburtsstadt Secondigliano der selige Gaetano Errico, 69 J., der 16-jährig ins Priesterseminar von Neapel eintrat und 1815, in der Kapelle der heiligen Restituta in der Kathedrale von Neapel, die Priesterweihe empfing. Er wurde für 20 Jahre Lehrer im öffentlichen Schuldienst, verbunden mit der Seelsorge in der Pfarrei Santi Cosma e Damiano. Jedes Jahr zog er sich zu Exerzitien zurück in das Redemptoristenkloster in Pagani bei Salerno. 1818 erschien ihm der heilige Alfons von Liguori um ihm mitzuteilen, es sei Gottes Wille, dass er eine Ordensgemeinschaft gründe und zum Zeichen der Annahme eine Marienkirche zur Ehren der Schmerzreichen Mutter in Secondigliano bauen. Gegen hartnäckige Widerstände gelang ihm schließlich doch der Kirchbau; am 9. Dezember 1830 wurde die Kirche geweiht. Er beauftragte einen Künstler mit einer Darstellung der Schmerzreichen Mutter in Holz, so wie er sie sich vorstellte; sie wurde im Mai 1835 fertig aufgestellt und ist seitdem als Gnadenbild Ziel vieler Pilger. Im folgenden Jahr hatte er wieder eine Erscheinung und ihm wurde gezeigt, wie er die neue Ordensgemeinschaft zur Ehren der Heiligsten Herzen Jesu und Maria gründen sollte. Neben der Kirche begann er mit dem Errichten eines Klosters für die zu gründende Gemeinschaft. Am 1. Oktober 1836 begann er das Noviziat mit neun Novizen. 1838 erhielt er die päpstliche Erlaubnis, im Jahr darauf die des Königs von Neapel. Die endgültige päpstliche Approbation erhielt er 1846 von Papst Pius IX. (17. Februar 1878/16). Er wurde zum ersten Generaloberen gewählt und blieb in diesem Dienst bis zu seinem Tode. Er wurde am 14. April 2002 seliggesprochen.

Limburg, Mainz: Ferrutius, Märtyrer bei Mainz um 304 s.o. 28. Oktober/2


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 26.09.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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