Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

6. Mai

1. † Gedächtnis des heiligen Loukios von Kyrene, Lucius, der in der Apostelgeschichte unter den Propheten und Glaubenslehrern in Antiochien aufgezählt wird (Apg 13, 1).

2. † an einem 6. Mai, um 259, wurden in Lambessa in Numidien, heute Circe-Konstantin in Algerien, enthauptet, der heilige Lektor und Märtyrer Marianus, der Schweres schon während der decischen Verfolgung, im Glaubensbekenntnis an Christus, erlebt und überlebt hatte, der diesmal, unter Valerian, zusammen mit dem heiligen Diakon und Märtyrer Jacobus aufgegriffen wurde, und die, nach schweren Folterungen, getröstet durch die Gnade Gottes, schließlich, zusammen mit noch vielen anderen, auf einen Hügelabhang geführt, ihnen dort die Augen verbunden und in eine lange Reihe aufgestellt, von den Henkern durch das Schwert enthauptet worden sind.

3. † am Donnerstag, dem 6. Mai 409, entschlief in Mailand, der heilige Bischof Venerius, der Schüler und Diakon des heiligen Ambrosius (4. April 397/3) gewesen, der als Bischof den Bischöfen in Afrika KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. als Helfer gesandt hat und dem heiligen Johannes Chrysostomus (14. September 407/5) in dessen Verbannung geholfen hat.

4. † an einem 6. Mai im 6. Jahrhundert entschlief in Rom, die heilige gottgeweihte Jungfrau Benedicta, die, wie der heilige Papst Gregor der Große (12. März 604/6) berichtet, am 30. Tag nach dem Entschlafen der heiligen Galla (6. April /4), der sie eine überaus liebe Mitschwester gewesen, wie auch diese es sich gewünscht hatte, im Frieden Gottes heimgegangen ist.

5. † am Montag, dem 6. Mai 698, entschlief auf der Insel Lindisfarne, Northumberland, der heilige Bischof Eadbert, Edmar, der Nachfolger des heiligen Cuthbert (20. März 687/5), der, vorher ein Benediktinermönch, ein leuchtendes Beispiel gab durch seine Kenntnis der Heiligen Schrift, die Beobachtung der himmlischen Vorschriften, und besonders durch seine Großzügigkeit im Almosenspenden. Seine Reliquien ruhen in Durham, wohin die Mönche sie, nach der Verwüstung durch die Dänen, 995 mitgenommen haben, als auch der Bischofsitz von Lindisfarn endgültig nach Durham verlegt wurde. Sein Nachfolger, der heilige Eafrid hat 700 das berühmte Evangeliar von Lindisfarn kunstvoll schreiben lassen.

6. † am Montag, dem 6. Mai 1258, entschlief in Barcelona, der heilige Priester Pedro Nolasco, 77 J., geboren im Languedoc in Frankreich, der 15-jährig seinen Vater verlor und dessen großes Vermögen erbte, 17-jährig eine Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau, Nuestra Señora di Montserrat machte, die Nichtigkeit alles Vergänglichen durchschaute und sich ganz dem Dienst der Muttergottes weihte; 1213 begann er in Valencia mit dem Freikauf von durch die Moslems versklavten Christen, indem er aus eigenen Mitteln 300 Gefangene freikaufte; er lebte am Hof des Königs Jacobus I. und lernte dort Raimund von Peñafort kennen; in der Nacht vom 1. auf den 2. August 1218 ist die Muttergottes drei Persönlichkeiten erschienen, dem Pedro Nolasco, dem Raimundo de Peñafort (6. Januar 1275 /5) und dem König Jacobus, Jaime I. de Aragón, und verlangte die Gründung des Mercedarier-Ordens, los Mercedarios, Orden de la Madre de Dios de la Merced, der Gottesmutter von der Barmherzigkeit für dier Gefangenen (merced heißt Barmherzigkeit). Am folgenden 10. August haben die beiden Heiligen und der König, in der Kathedrale von Barcelona, am Hochaltar, vor dem Bischof Berenguer de Palou, wurde der Orden gegründet und das Ordensgewand angelegt. Sie verpflichteten sich, nicht auf kriegerische Weise, sondern nur mit friedlichen Mitteln, ihr Ziel zu verwirklichen. Papst Gregor IX. hat 1230 die Ordensregel approbiert und Pedro zum ersten Genraloberen ernannt; diesen Dienst hat er bis 1249 ausgeübt; er hat immer nicht sich selber, sondern die Gottesmutter als Ordensgründerin angesehen. Er wurde 1628 heiliggesprochen.

7. † am Sonntag, dem 6. Mai 1330, entschlief in Montepulciano, der selige Priester Bartolomeo Pucci-Franceschi aus dem Orden der Franziskaner-Conventualen, der Christus zuliebe seine Frau, seine Kinder und seine Reichtümer verlassen hat und ein kleiner Armer Christ geworden ist.

8. † am Sonntag, dem 6. Mai 1590, wurden in London, in der Fleet Street, gegenüber dem Haus, in dem sie aufgespürt und verhaftet worden waren, gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt
• der selige Priester und Märtyrer Edward Jones, geboren in St. Asaph’s in Wales, anglikanisch erzogen, der in Reims konvertierte und 1588 die Priesterweihe empfing, nach England zurück ging und in London von einem sich katholisch ausgebenden Priesterfänger vor einem Geschäft in der Fleetstreet verhaftet und in den Tower eingesperrt; nach Folterungen wurde er als sei er ein Hochverräter verurteilt und hingerichtet.
• der selige Priester und Märtyrer Anthony Middleton, gebürtig aus Yorkshire, empfing 1586 in Reims die Priesterweihe und konnte, zurückgekehrt, fast vier Jahre im Untergrund in London als Priester seinen Dienst tun; er wurde ganz ähnlich wie sein Mitbruder eingefangen in einem Haus in London-Clarkwell; beide wurden zusammen umgebracht.
Siehe auch 4. Januar, 10/61 - 62

9. † am Sonntag, dem 6. Mai 1708, entschlief in Quebec, der selige Bischof François de Montmorency-Laval, der erster Bischof von Quebec, der diese Diözese gegründet hat und fast 50 Jahre lang die riesige Diözese in Nordamerika, die bis an den Golf von Mexiko reichte, mit ganzer Liebe geleitet, gestärkt und der Kirche viele neue Christen zugeführt hat.

10. † am Freitag, dem 6. Mai 1887, entschlief in Kairo, die selige Jungfrau Maria Caterina Troiani aus dem Dritten Orden des heiligen Franziskus, die, aus Italien nach Ägypten ausgesandt, wo sie 1859 die Francescane missionarie del Cuore immacolato di Maria, Missions-Franziskanerinnen vom Unbefeckten Herzen Mariä, gegründet hat.

11. † am Sonntag, dem 6. Mai 1900, entschlief in Rom, die selige Anna Rosa Gattorno, 68 J., gebürtig aus Genua, heiratete 21-jährig ihren Vetter, hatte zu leiden unter wirtschaftlichen und häuslichen Schicksalsschlägen. Sie legte, jung Witwe geworden, das Gelübde der Keuschheit und des Gehorsams am 8. Dezember 1858, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis, privat ab; ihre Armut verklärte sie durch die Mitgliedschaft im Dritten Orden des heiligen Franziskus. 1862 empfing sie die unsichtbaren Wundmale Christi. Ihr Berater war auch der heilige Kapuziner Francesco Maria da Camporosso (17. September 1866/11). In Piacenza begann sie, am 8. Dezember 1866, die Gründung ihrer Ordensgemeinschaft Figlie di Sant’ Anna, madre di Maria Immacolata, Töchter der heiligen Anna, der Mutter der Unbefleckt Empfangenen Maria, feierte mit ihren 12 Mitschwestern am 26. Juli 1987, dem Fest der heiligen Mutter Anna, die Einkleidung und legte, mit diesen, am 8. April 1870 die Gelübde ab. Sie setzten sich ein in der Krankenpflege, vor allem zur Hilfe der Armen. 1879 erhielten sie die päpstliche Approbation. Zur Zeit ihres Heimgehens dienten 3.500 Schwestern in 368 Häusern weltweit, in Italien, Frankreich, Spanien, Lateinamerika und Eritrea. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 9. April 2000 seliggesprochen.

12. † am Mittwoch, dem 6. Mai 1942, wurden im Konzentrationslager Dachau vergast,
• der selige Priester und Märtyrer Henryk Kaczorowski, 54 J., der Regens des Priesterseminars von Wloclawek gewesen war, und
• der selige Priester und Märtyrer Kazimierz Gostynski, Priester des Bistums Lublin.
Siehe auch 28. Mai, 14/2 und 44

Trier: Britto von Trier: 5. Mai/4
Lüttich: Domitian, Bischof von Tongern, † 560 (nicht im Martyrologium Romanum 2001/2004)


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 25.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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