Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

5. Mai

1. † an einem 5. Mai, um 260, wurde in Auxerre der heilige Lektor Jovinianus zum Märtyrer.

2. † am 5. Mai, um 305, wurde in Alexandria der heilige Diakon Euthymios zum Märtyrer; weil er das Evangelium verkündet hatte, wurde er eingekerkert und ist im Gefängnis an den schlechten Haftbedingungen zugrunde gegangen.

3. † am Freitag, dem 5. Mai 349, entschlief in Jerusalem, der heilige Bischof Maximos, der 325 einer der Begleiter des heiligen Bischofs Makarios I. auf dem Konzil von Nikaia war und 335 dessen Nachfolger in Jerusalem wurde; wegen seiner Treue zum orthodoxen Glaubensbekenntnis, ließ ihm der Kaiser Maximinus Daja ein Auge ausstechen und einen Fuß mit glühendem Eisen ansengen, verurteilte ihn dann zu den Erzgruben in Phenna in der Negevwüste, ließ ihn aber dann frei. So kehrte er als Bekenner zurück nach Jerusalem, wo er, reich an Lebens- und Leidenserfahrung, entschlafen ist.
Siehe auch 3. Mai, 1/zum heutigen Datum

4. † am Dienstag, dem 5. Mai 386, entschlief in Trier, der heilige Bischof Britto, der seine Herde vor den priszillianischen Irrlehren bewahren konnte, aber, einig mit dem heiligen Ambrosius (4. April 397/3) und dem heiligen Martin (11. November 397/1), die ihn beide in Trier besuchten, vergebens versuchte die Grausamkeiten derer zu verhindern, die den Tod des Priszillian und seiner Anhänger forderten.

5. † am Donnerstag, dem 5. Mai 449, entschlief in Arles, der heilige Bischof Hilarius, 49 J., der, von griechischen Eltern im Belgischen geboren, folgte er seinem Patenonkel, dem heiligen Honoratus (16. Januar 429/4), zuerst als Mönch nach Lerins, dann, gegen seinen Willen aus der Klosterinsel Lérins, 429 auf den Bischofstuhl von Arles; als Metropolit der Provence führte er den Vorsitz auf drei Regional-Konzilien, 439 in Riez, 441 in Orange und 442 in Vaison; der weiter mit seinen Händen arbeitete, im Sommer wie im Winter nur ein einziges Gewand am Leibe trug, zufuß seine Visitationsreisen zurücklegte, seine Liebe zur Armut jedem offen zeigte; mit Hingebung blieb er beim Beten, Fasten und den Nachtwachen, beim ihm aufgetragenen Dienst der Verkündigung des Wortes Gottes, zeigte den Sündern die Barmherzigkeit Gottes auf, nahm Waisen auf und bestimmte jede Münze seiner Kathedrale für den Freikauf von Gefangenen.

6. † an einem 5. Mai, im 5. Jahrhundert, entschlief in Vienne, der heilige Bischof Nicetius.

7. † am Freitag, dem 5. Mai 472, entschlief in Mailand, der heilige Bischof Geruntius.

8. † am Donnerstag, dem 5. Mai 701, entschlief in seiner Gründung, dem Kloster Bruel-sur-la-Lys, bei Lille, der heilige Abt und Diakon Maurontus, Maurontius von Douai, der 645 Nachfolger seines Vaters als Herr von Douai wurde, aber, als er heiraten sollte, ins Benediktinerkloster Marchiennes eintrat; er war der älteste Sohn
• des heiligen Adalbald von Elnon (ermordet am 2. Februar 645, und begraben in Elnon, heute Saint-Amand-les-Eaux) und
• der heiligen Rictrudis von Marchiennes (12. Mai 688/7), aus deren Ehe noch weitere drei Heilige hervorgingen; nach der Ermordung ihres Mannes, nahm Rictrudis den Schleier aus der Hand des heiligen Amandus (6. Februar 679/7) und stiftete das Kloster Marchiennes, wo sie auch die erste Äbtissin wurde; ihre Kinder
die heilige Jungfrau und Äbtissin Eusebia von Hamage, Hamay (16. März, um 680/4), als kleines Mädchen von ihrer Mutter ins Benediktinerinnenkloster Hamage gegeben, wo sie 12-jährig bereits Äbtissin wurde, später von der Mutter in ihre eigene Stiftung Marchiennes geholt, danach aber nach Hamage zurückgekehrt
die heilige Jungfrau und Äbtissin Chlotsindis (30. Juni 714) wurde erzogen in der Abtei ihrer Mutter und wurde 688 dort deren Nachfolgerin als Äbtissin
die heilige Jungfrau Adalsindis von Marchiennes (25. Dezember, um 715), wurde Benediktinerin im Kloster ihrer Mutter, ging aber später in die Abtei Arras, in der in jener Zeit ihre Schwester Eusebia Äbtissin war, kehrte aber wieder nach Marchiennes zurück.

9. † am Sonntag, dem 5. Mai 720, entschlief in Limoges, der heilige Bischof Sacerdos, Sardot, der zuvor Mönch und Abt gewesen, am Ende das Leben als Mönch wieder für sich gewählt hat. Er wird verehrt als Patron der Stadt Sarlat im Bistum Périgueux.

10. † am Freitag, dem 5. Mai 1038, entschlief in Hildesheim, der heilige Bischof Godehard, Gotthard, der vorher Abt von Niederaltaich war, der viele Klöster visitierte und in der Disziplin erneuerte, 1022 dann Nachfolger des heiligen Bernward (20. November 1022/10) wurde, alles Gute förderte, für die Disziplin des Klerus klare Lebensregeln festlegte, und der Schulen eröffnete.

11. † an einem 5. Mai, im 12. Jahrhundert, entschlief in seinem Kloster in Reggio Calabria, der heilige Eremit Leo, der dort das Kloster Bove di Africo gründete, der ganz der Meditation und der Armenfürsorge hingegeben war. Er wird als Patron der Gegend hoch verehrt.

12. † am Freitag, dem 5. Mai 1189, entschlief in Vençay, Saint-Pierre-de-Vençay, nahe Tours, der heilige Diakon Avertinus, Saint Avertin, 60 J., der, gebürtig aus England, als Gefährte des heiligen Thomas Becket (29. Dezember 1170 / 1) am Konzil von Tours 1163 teilnahm und später mit diesem ins Exil mitging. der nach dessen Ermordung wieder in die Einsamkeit um Vençay bei Tours zurückkehrte.

13. † am Montag, dem 5. Mai 1225, wurde in Leucate, Licata, auf Sizilien, der heilige Priester Angelo aus dem Karmeliterorden, zum Märtyrer. Geboren aus jüdischer Familie in Jerusalem, wurde er 18-jährig auf dem Berg Karmel zum Karmeliter; in Rom vertrat er die Interessen seines Ordens, vor allem in der Frage der Bestätigung der Regel. Er wurde nach Sizilien gesandt, um gegen die Katharer zu predigen; während einer Predigt in der Jacobuskirche in Licata wurde er von einem vornehmen Herrn mit fünf Schwerthieben ermordet, weil er dessen inzestuöse Partnerin bekehrt hatte.

14. † am Donnerstag, dem 5. Mai 1289, entschlief in Recanati bei Loreto, der selige Ordensbruder Benvenuto Mareni, Minorit-Conventuale.

15. † am Donnerstag, dem 5. Mai 1836, entschlief in Neapel, der selige Nunzio Sulprizio, 19 J., geboren in Pescosansonesco in den Abruzzen, Pescara, der früh Waise wurde und von seinem Onkel in Neapel aufgezogen und viel geschlagen wurde; er litt an einer schweren Knochenkrankheit; er verdiente seinen Lebensunterhalt in einer kleinen Eisenwerkstatt in Neapel; er war immer froher Stimmung und stärkte durch sein Vorbild viele unheilbar Leidenden. Papst Paul VI. hat ihn am 1. Dezember 1963, in Anwesenheit der Konzilsväter des Zweiten Vatikanischen Konzils, seliggesprochen; in seine Ansprache betonte der Papst, dass ein Jugendlicher und ein Arbeiter durchaus ein heiligmäßiges Leben führen können.

16 † am Dienstag, dem 5. Mai 1857, entschlief in Somascha bei Bergamo, die selige Jungfrau Caterina Cittadini, die selber schon als Kind verwaist, vielen Waisenkinder eine Mutter geworden ist, indem sie zur christlichen Erziehung für arme Waisenmädchen das Istituto Suore Ursuline de Somascha, Ursulinen von Somascha, gegründet hat.

17. † am Mittwoch, dem 5. Mai 1943, wurde im Gefängnis in Dresden durch das Fallbeil enthauptet, der selige Bruder und Märtyrer Grzegorz Boleslaw Frackowiak, 31 J., Mitglied der Gesellschaft vom Göttlichen Wort, Societas Verbi Divini, Steyler Gesellschaft.
Siehe auch 28. Mai, 14/92

Hildesheim: Godehard, Zweiter Bistumspatron: 10


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 04.08.2016
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Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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