Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

16. März

1. † heute wird in Aquilea, Venedig, des heiligen Bischofs und Märtyrers Hilarius und des heiligen Märtyrers Tatian gedacht, deren Sterbedatum unbekannt ist.

2. † an einem 16. März im 4. Jahrhundert ist in Seleukia in Persien der heilige Märtyrer Papas, der aus Lykaonien stammte, nach vielerlei Folterungen für Christus zugrundegerichtet worden.
Siehe auch 17. April, 3/25

3. † an einem 16. März um 302 ist in Anazarbe in Cilicien, ins Meer geworfen worden, der heilige Märtyrer Julianus, 17 J., nachdem er, durch den Gerichtspräsidenten Marcianus veranlasst, außergewöhnlich lange Folterungen ertragen hatte, schließlich ist er mit Schlangen zusammen in einen Sack gesteckt und ins Meer geworfen worden.

4. † am 16. März 680 oder 689, entschlief in Artois, die heilige Äbtissin Eusebia, Ευσεβεια, die Fromme, etwa 23 J., Eusoye, von Hamage, Hamay, die, nach dem Tod ihres Vaters, des heiligen Adalbald von Elnon (2. Februar, um 645), sich mit ihrer Mutter, der heiligen Rictrudis von Marchiennes (12. Mai um 688/7) zu einem heiligen Leben ins Benediktinerinnenkloster Hamage zurückzog, und, trotz ihrer Jugend, 649 die Nachfolgerin ihrer Großmutter, der Äbtissin Gertrudis der Älteren (6. Dezember 649), die das Kloster Hamage, Hamay, gegründet hatte, also die zweite Äbtissin wurde. Nach ihrem frühen Tod wurde, wegen der vielen Pilger, über ihrem Grab eine große Kirche erbaut, die am 18. November 690 vom heiligen Bischof Vindician von Arras und Cambrai (11. März, um 712/6) feierlich eingeweiht wurde. Ihre Schwestern waren die heiligen Adalsindis von Marchiennes (25. Dezember um 715), Chlotsindis von Marchiennes (30. Juni 714) und ihr Bruder der heilige Abt Maurontius von Douai (5. Mai 701/8). Eusebias Reliquien wurden viel später übertragen nach Marchiennes, wo auch ihre Mutter Richtrudis begraben lag. 1793 wurden, in den Wirren der Französischen Revolution, beider Reliquien nach Paris zum dortigen Erzbischof gebracht und waren dort relativ sicher untergebracht, bis sie schließlich in den Wirren der Restauration 1830 verlorengegangen sind.

5. † am Donnerstag, dem 16. März 1021, entschlief in Köln, der heilige Bischof Heribert, ein Sohn des Grafen von Worms, der in der Reform-Benediktiner-Abtei Gorze bei Metz erzogen wurde, der Kanzler des Kaisers Otto III. war, gegen seinen Willen zum Bischof von Köln gewählt wurde, der seinen Klerus und sein Volk unaufhörlich durch sein tugendhaftes Vorbild begeisterte und durch seine Predigt anspornte. Er wurde begraben in der von ihm gegründeten Benediktinerabtei am Rheinufer in Deutz, heute liegt er in der nahen Pfarrkirche Sankt Heribert in Köln-Deutz.

6. † am Montag, dem 16. März 1181, opferte in Vicenza, im Venezianischen, sein Leben, der selige Bischof und Märtyrer Giovanni Sordi, auch Cacciafronte genannt, der 15-jährig Stiftsherr in Cremona wurde, dort in die Abtei San Lorenzo eintrat und ihr Abt wurde. Wegen seiner Papsttreue wurde er von Kaiser Barbarossa in die Verbannung geschickt. Zum Bischof von Mantua gewählt und dann in das Bistum Vicenza versetzt, ist er, für die Freiheit der Kirche, von einem gedungenen Mörder mit dem Schwert erschlagen, zugrunde gegangen. 1824 hat Papst Leo XII. seine in Vicenza seit 1181 praktizierte Verehrung als Heiliger bestätigt.

7. † am Donnerstag, dem 16. März 1589, wurden in York, gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt
• der selige Priester und Märtyrer John Amias, ein Familienvater und Textilkaufmann in Wakefield, West Riding, der, Witwer geworden, sein Vermögen seinen Kindern übergab und nach Reims reiste, dort 1581 die Priesterweihe empfing und als home-missioner nach England zurückkehrte. Er wurde in Lancashire verhaftet, vor Gericht gestellt und wegen seines Priesterseins als Hochverräter verurteilt und in York grausam hingerichtet.
• der selige Priester und Märtyrer Robert Dalby war protestantischer Geistlicher, konvertierte und studierte in Douai und Reims. 1588 empfing er die Priesterweihe und kehrte zurück nach England, um Katholiken als Priester zu dienen. Schon nach einem Jahr wurde er verhaftet, verurteilt und grausam hingerichtet.
Beide Priester und Märtyrer wurden gemeinsam hingerichtet, unter der Königin Elizabeth I., und sind auch gemeinsam 1929 seliggesprochen worden.
Siehe auch 4. Januar, 10/56 - 57

8. † am Dienstag, dem 16. März 1649, opferte auf dem Gebiet der meist christlich gewordenen Huronen in Kanada, sein Leben, der heilige Priester, Jesuit und Märtyrer Jean de Brébeuf, 56 J., der in Paris in die Gesellschaft Jesu eingetreten war und 32-jährig aus Frankreich in die Huronenmission gekommen war und, nach jahrelangem mühevollen Missionarsleben, in dem er mühsam die Sprache der Huronen gelernt, einen Katechismus in ihrer Sprache verfasst und ein französisch-huronisches Wörterbuch herausgegeben hat, von noch heidnischen Irokesen, die auf dem Kriegspfad die Huronen überfielen, in der Missionsstation Saint Ignace, als Geisel genommen, grausamst gefoltert und schließlich umgebracht worden ist. Sofort nach seinem Tod begannen sie noch am Abend die Folter seines Mitbruders Gabriel Lalemant (17. März 1649/8), der dieser am folgenden Morgen erlegen ist. Sie wurden von Papst Pius XI. 1925 selig- und 1930 heiliggesprochen.
Sein und seiner Gefährten Gedenktag ist der 19. Oktober/1


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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