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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

7. April

1. † am Freitag, dem 7. April 1719 entschlief in Saint-Yon bei Rouen, der heilige Jean-Baptiste de la Salle, 67 J., geboren in Reims, der, früh Waise geworden, als ältester für seine sechs jüngeren Geschwister sorgen musste, bis er sein Ideal wahr machen konnte und 27-jährig 1678 zum Priester geweiht wurde; dann wurde er Domherr an der Kathedrale von Reims, schon ein Jahr später gründete er in seinem Haus eine kostenlose Schule für Mädchen, dann auch für Jungen, nahm die erforderlichen Lehrer fest in seinem Haus auf und gründete mit ihnen im Jahr 1684 die Genossenschaft der Frères des Ecoles Chrétiens, Christliche Schulbrüder; gleich danach auch eine Schule zur Lehrerausbildung, eine der ersten derartigen in Frankreich. Rasch verbreiteten sich über ganz Frankreich die Freischulen und Lehrerseminare. Er führte statt des üblichen Einzelunterrichts den Unterricht in Klassen ein und außerdem wurde statt des üblichen Latein die französische Umgangssprache auch Schulsprache. Daher hatte er gegen viele über-konservative Gegner zu kämpfen und deren Gegnerschaft zu durchleiden. So ist er der Begründer der Volksschulen geworden. Er liegt in Rouen begraben.

2. † an einem 7. April um 180, entschlief in Rom oder Palästina, der heilige Hegesippos, ein Judenchrist aus Jerusalem, der etwa 20 Jahre in Rom lebte; er ist der Vater der Kirchengeschichte, der vom Leiden des Herrn an bis in seine Tage die wichtigsten Ereignisse niederschrieb, in den Fünf Büchern der Denkwürdigkeiten, Υπομνηματα Πεντε; erhalten sind nur Auszüge in der Historia Ecclesiastica des Eusebius von Caesarea; von den Tagen des Papstes Anicet (155 bis 20. April 166/1), über die des Papstes Soter (22. April 175/1) bis in die von Papst Eleutherios (26. Mai 189/2) weilte er in Rom.

3. † wohl an einem 7. April im 1. Jahrhundert, wurde in Alexandrien der heilige Priester Pelusios zum Märtyrer.

4. † an einem 7. April im frühen 4. Jahrhundert wurden in Pentapolis in Libyen, Barca in der Cyrenaica, zu Märtyrern, der heilige Bischof Theodoros, der heilige Diakon Eirenaios, und die beiden Lektoren Serapion und Ammon.

5. † am Karfreitag, dem 7. April 304, wurde in Pompeiopolis, Viransehir, der heilige Kalliopios zum Märtyrer, indem er nach vielerlei Folterungen, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt worden ist.

6. † am 7. April gedenkt die Kirche der 200 heiligen Soldaten und Märtyrer von Sinope, die dort im 4. Jahrhundert ihr Leben für Christus gegeben haben.

7. † am Montag, dem 7. April 816, entschlief in Mytilene, Mitilini auf Lesbos, der heilige Mönch und Bischof Georgios, der von Kaiser Leon dem Armenier, wegen dessen Bilderstürmerei, vieles erlitten hat: er wurde ausgepeitscht, wurde abgesetzt und musste ins Exil.

8. † am Ostersonntag, dem 7. April 1140, entschlief im Kloster Saint-Crespin im Hennegau, der heilige Priester und Mönch Aibert, Saint Aybert, der täglich vor dem Tabernakel kniend oder vornüber gebeugt liegend, den ganzen Psalter gebetet hat und, den ihn Aufsuchenden dienend, die Barmherzigkeit Gottes erwiesen hat. Er war ein viel gesuchter Beichtvater.

9. † am Sonntag, dem 7. April 1241, entschlief im Zisterzienserinnenkloster Hoven bei Zülpich, der zum Prämonstratenserkloster Steinfeld gehörende heilige Priester und Mönch und Mystiker Hermann-Josef, der eine besondere Liebe zur Allerseligsten Jungfrau Maria hatte, sich deswegen den Namen ihres Bräutigams Josef zusätzlich zu seinem Namen Hermann zulegte (mystische Hochzeit mit Maria), und das Heiligste Herz Jesu in Hymnen und Lobgedichten gefeiert hat, am bekanntesten ist das erste Herz-Jesu-Lied Summi Regis Cor, Herz des Königs aller Welt. Er stammte aus Köln, aus der Pfarre Sankt Maria im Kapitol, wo er als Knabe dem Jesuskind auf den Armen der Muttergottes einen Apfel schenkte, den Jesus, sich niederbeugend, angenommen hat. 12-jährig trat er dann in Steinfeld in den Prämontratenserorden ein. Nach seinen Studien in Mariengarten bei Hallum in Friesland, wurde er zum Priester geweiht und war Sakristan in Steinfeld, aber auch viel zur Aushilfe in den Frauenklöstern der Umgebung. Er verfasste mystische Schriften, u. a. einen Kommentar zum Hohenlied. So entschlief er in Hoven und liegt begraben in Steinfeld. Erst am 11. August 1958 wurde seine Verehrung als Heiliger offiziell von Papst Pius XII. bestätigt.

10. † am Freitag, dem 7. April 1595, wurde in York, gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt,
• der heilige Priester und Märtyrer Henry Walpole, 37 J., Mitglied der Gesellschaft Jesu, ein Konvertit, der, nach seinen Studien in Frankreich und Rom, 1588 in Paris zum Priester geweiht, bei seiner Ankunft in England 1590 sofort verhaftet und eingekerkert, schließlich in York verurteilt und hingerichtet wurde, zusammen mit ihm
• der selige Priester und Märtyrer Alexander Rawlins, der in Reims 1590 zum Priester geweiht, als home-missioner eine Zeitlang in England wirken konnte, bis er aufgegriffen, verurteilt und hingerichtet wurde.
Siehe auch 4. Mai, 6/21 und 4. Januar, 10/80

11. † am Freitag, dem 7. April 1606, wurden in Worcester, gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt,
• der selige Priester, Jesuit und Märtyrer Edward Oldcorne, 45 J., geboren in York, 1587 in Rom zum Priester geweiht, der 16 Jahre insgeheim in England wirken konnte, aber, im Zusammenhang mit dem so genannten Gunpowder Plot, einem frei erfundenen Hirngespinst, dass die Katholiken den König und das Parlament sprengen wollten, das aber geglaubt wurde, der also fälschlich angeklagt, fünf Tage auf der Streckfolter verhört und unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet worden ist, zusammen mit ihm
• der selige Jesuit und Märtyrer Ralph Ashley, der als Koch in Douai im englischen Seminar arbeitete, 1590 in Valladolid als Laienbruder in die Gesellschaft Jesu aufgenommen wurde, 1598 in England landete und Helfer seines Mitbruders Edward Oldcorne wurde, bis er am 23. Januar 1606 bei Worcester verhaftet und im Zusammenhang mit der Schießpulver-Verschwörung, am 3. Februar 1606 nach London in den Tower verbracht, zusammen mit dem Jesuitenpater Garnet und dem heiligen Jesuitenbruder Nicholas Owen (22. März 1606/7), dort auf die Streckfolter gespannt und verhört wegen der vermeintlichen Verschwörung und wegen geheimer Wohnungen von verbotenen Priestern, nach Worcester zurückgebracht und dort wegen seines katholischen Glaubens verurteilt und hingerichtet worden ist.
Beide wurden zusammen am 15. Dezember 1929 von Papst Pius XI. seliggesprochen.
Siehe auch 1. August, 14/3 - 4

12. † am Sonntag nach Ostern, dem 7. April 1861, wurde in Tien Giang in Cochinchina, Vietnam, für Christus ums Erdenleben gebracht, der heilige Priester und Märtyrer Petrus, Phero Nguyen Van Luu, 50 J., der unter Kaiser Tu Duc, frohem Herzens am Todesholz gelitten und gesiegt hat.
Siehe auch 24. November, 1/ 93

13. † am Freitag, dem 7. April 1905, entschlief in Dongerkou in China,die selige Jungfrau Maria Assunta Pallotta, 27 J., die 19-jährig bei den Suore Francescane Missionarie di Marie, Misions-Franziskanerinnen von Maria, eintrat; als die Nachricht eintraf, dass am 9. Juli 1900 in Shansi, Shanxi, unter den vielen Märtyrern auch sieben französische Mitschwestern waren (siehe 9. Juli, 1/66 - 72 und 9. Juli/8), meldete sie sich spontan, dort helfend einzuspringen, durfte in die Chinamission reisen und vollendete dort in kurzer Zeit ihre Mission in stiller demütiger Arbeit für das Reich Christi, schlicht und unbekannt. Sie starb in der Typhus-Epidemie. Papst Pius XII. hat sie am 7. November 1954 seliggesprochen, als erste China-Missionarin, die dort nicht blutige Märtyrin geworden ist.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 01.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.