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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

7. September

1. † an einem 7. September um 253 entschlief in Alise-Sainte-Reine, Côte-d’-Or, Alésia in Burgund, nahe Autun, die heilige Märtyrin Regina, Königin, Sainte Reine, aus kirchlicher Frühzeit. Nach der Überlieferung starb sie als Jungfrau und Märtyrin durch Enthauptung nahe Autun in dem dann nach ihr genannten Ort Alise-sainte-Reine. Die Stelle ihrer Verehrung war schon in vorchristlicher Zeit Ort der Verehrung eines Quell-Geistes. Über ihrem Sarkophag mit ihren Reliquien wurde im 5. Jahrhundert eine Basilika erbaut. Es ist derselbe Ort, an dem Vercingetorix sich dem Caesar einst ergeben hatte. Reliquien werden auch verehrt in Flavigny-d’-Ozerain, Côte-d’-Or. Ihre Verehrung ist vor 628 in Alise nachweisbar; 750 wurden ihre Reliquien dort aufgefunden und eine Basilika zu ihren Ehren gebaut, daneben ein Kloster. 1923 wurden die Gebäudereste aus merowingischer Zeit ausgegraben. Am 21. März 864 wurden die Reliquien ins nahe Flavigny übertragen. Dorthin wallfahrten seitdem die Pilger. Zum Westfälischen Frieden 1648 reiste auch der Duc de Longueville nach Osnabrück, und staunte, dass dort die Reliquien der heiligen Regina verehrt wurden. Er ließ sich eine Armreliquie mitgeben; in Flavigny aber wurde sie unter Protest zurückgewiesen, da genau diese Armspeiche bei den eigenen Reliquien noch erhalten geblieben war. 1652 wurde in Osnabrück ein Proprium der Heiligen gedruckt, in dem sie als eine der Gefährtinnen der heiligen Ursula bezeichnet wird, deren Reliquien 1343 aus Köln, zusammen mit einer Cordula-Reliquie, nach Osnabrück gekommen sind.

2. † an einem 7. September um 304, wurde in Pompeiopolis in Cilicien, heute Viransehir, zum Blutzeugen, der heilige Märtyrer Sozon, Σοζων, Heilbringer, der als Hirtenjunge Tarasios, Ταρασιος, sich taufen ließ und den Namen Sozon annahm, der mit seinem Hirtenstab in Pompeiopolis einem goldenen Götzenbild die Hand abschlug und dieses Gold den Armen schenkte, daraufhin als Christ den Martertod erlitt.

3. † an einem 7. September im 4. Jahrhundert wurden in Benevent, in der Campagna, zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Festus, ein Diakon, und Desiderius, ein Lektor.

4. † an einem 7. September um 385, entschlief in Orléans, der heilige Bischof Evortius, Saint Euverte, der als Subdiakon aus Rom gekommen war und der vierte Bischof von Orléans wurde; er hat später den heiligen Anianus, Saint Aignan (17. November um 453/5), zu seinem Nachfolger bestimmt.

5. † an einem 7. September um 470, entschlief in Aosta beim Kleinen Sankt Bernhard, der heilige Bischof Gratus.

6. † am Freitag, dem 7. September 451, wurden in Brolii bei Troyes, oder in Méry sur Seine, dem Heerlager Attilas, ermordet, die heiligen Märtyrer Memorius, Saint Mesmin, ein Diakon und seine fünf Gefährten, die vom heiligen Bischof Lupus von Troyes (29. Juli 478/6) dem Hunnenkönig entgegen gesandt wurden, um diesen zum Frieden zu bewegen, aber von ihm, so wird überliefert, sofort ermordet worden sind. Nach ihm ist der Ort Saint Mesmin genannt (PLZ F-10170, zu unterscheiden von anderen gleichnamigen Orten).

7. † an einem 7. September um 490, entschlief in Chalôns-sur-Marne, der heilige Bischof Alpinus, der ein Schüler des heiligen Bischofs Lupus von Troyes (29. Juli 478/6) gewesen ist.

8. † am Dienstag, dem 7. September 560, entschlief beim Dorf Nogent-sur-Seine bei Paris, der heilige Priester Chlodoald, Saint Cloud, der, königlicher Wurzel entsprossen, nach der Ermordung seines Vaters Chlodwig und der Brüder, als einzig überlebender Enkel, von seiner heiligen Großmutter Chlothilde (3. Juni 545/4) aufgenommen, nachdem er 5-jährig in einem Kloster versteckt worden war, irdisches Königreich gering geschätzt, das Ordensgewand angenommen und als Eremit auf dem Hügel gelebt hat, der nach ihm benannt ist.

9. † an einem 7. September um 600, entschlief in Alby in Aquitanien, die heilige Jungfrau Carissima, eine Reklusin.

10. † an einem 7. September um 706, entschlief in Maubeuge im Hennegau Austrasiens, die heilige Äbtissin Madelberta, Sainte Malberte, die dort ihrer heiligen Schwester Adeltrude (25. Februar 696/3) Nachfolgerin, als 3. Äbtissin, gewesen ist; ihr Bruder war der heilige Bischof von Metz Landericus, Saint Landry (10. Juni um 656/2), ihre Eltern die heiligen Walbertus von Lothringen (11. Mai 678) und Bertilla vom Hennegau (18. September 660).

11. † an einem 7. September um 760, entschlief in Flandern in Austrasien, der heilige Bischof Hilduardus, Saint Hilduard, ein Benediktinermönch und Chorepiscopus, Landbischof, Wanderbischof, der an der Schelde die Sankt-Petrus-Abtei Dikkelvenne gegründet hat, die im 12. Jahrhundert nach Geraardsbergen verlegt worden ist. Seine Reliquien wurden gegen Ende des 9. Jahrhundert, zusammen mit den Reliquien der heiligen Jungfrau Christiana von Dikkelvenne, Christiane von Flandern (8. Jahrhundert - 24. Juli; oft verwechselt mit der viel jüngeren seligen Christina Mirabilis, 24. Juli 1224/10), übertragen in das nahe Dendermonde, in die Kirche Unserer Lieben Frau, Onze Lieve Vrouwe.

12. † am Sonntag, dem 7. September 962, entschlief in Toul in Lothringen, der heilige Bischof Gauzlinus, Goslin, Saint Gauzelin, der als Kanzlei-Notar von seinem König, Karl dem Einfältigen, zum Bischof von Toul bestimmt wurde, der die mönchische Disziplin gefördert hat, der in Nancy das Benediktinerkloster gegründet hat, das später nach dem heiligen Bischof von Toul Saint-Epvre (um 1500) genannt wurde, außerdem das Frauenkloster Bouxières, Bouxières-aux-Dames, nördlich von Nancy, wo er auch beigesetzt worden ist.

13. † am Freitag, dem 7. September 1106, entschlief bei Gubbio in Umbrien, der heilige Bischof Joannes Laudendis, Giovanni Secundo da Lodi, 78 J., war zuerst Einsiedler, trat dann als Benediktiner ein in Fonte Avellana, bei Gubbio, als der Gefährte des heiligen Petrus, Pietro Damiani (22. Februar 1072/5), in Gesandtschaften gewesen ist und dessen Leben, Vita, er geschrieben hat; seit 1057 war er Prior in Fonte Avellano; erst ein Jahr vor seinem Tod wurde er zum Bischof von Lodi geweiht.

14. † am Sonntag, dem 7. September 1208, entschlief in Die bei Valence, in Gallien, in der Dauphiné, der heilige Bischof Stephanus von Die, Etienne de Châtillon-les-Dombes, 53 J., der 26-jährig in die Einsamkeit der Kartause von Portes, bei Belley eintrat und 1195 dort Prior wurde; 1203 wurde er Bischof von Die, änderte aber nichts an seiner anspruchslosen Lebensführung als Kartäuser; er war die fünf letzten Lebensjahre dieser Kirche ein sehr fleißiges Vorbild, indem er unermüdlich umher reiste und ein Evangelium der Tat verkündete, im Beten, in der Geduld und in der Anspruchslosigkeit.

15. † am Montag, dem 7. September 1619, starben als Blutzeugen, in Kosice, Kaschau, in den Bergen der Karpaten, heute in der Slowakei, die heiligen Priester und Märtyrer Markus Stephanus Krizevcanin, Marko Istvan Krizevci, Crisinus, 39 J., aus Gran in Slawonien, Kanoniker in Erztergom, der bei den Jesuiten erzogen war und mit ihnen befreundet blieb, Stephanus, Istvan Pongrácz, 36 J., ein Ungar, gebürtig aus Transsilvanien, das seit 1918 zu Rumänien gehört, Mitglied in der Gesellschaft Jesu, und Melchior Grodziecki, 35 J., aus Polnisch-Schlesien, aus der Gesellschaft Jesu, die weder durch Hunger noch durch die Folterungen, durch das Rad und durch das Feuer, von kalvinistischen Söldnern, im 30-jährigen Krieg, dazu gebracht werden konnten, dem katholischen Glauben abzuschwören. Mit ihnen zusammen wurden 24 evangelisch-lutherische Christen umgebracht. Papst Johannes-Paul II. hat bei seinem Besuch in der Slowakei am 2. Juli 1995 die drei Priester heiliggesprochen.

16. † am Dienstag, dem 7. September 1627, wurden lebendig verbrannt, in Nagasaki, die seligen Märtyrer Tomas Tsuji, 57 J., ein japanischer Priester aus der Gesellschaft Jesu, und die Japaner Ludovicus Maki und sein Adoptivsohn Joannes, die aus Hass gegen den christlichen Glauben, zum Feuertod verurteilt worden sind.
Siehe auch 10. September 11/165 - 167

17. † am Mittwoch, dem 7. September 1644, wurden in London-Tyburn , die seligen Priester und Märtyrer Ralph Corby, 46 J., aus der Gesellschaft Jesu, und John Duckett, 41 J., die, zur Zeit des Königs Charles I., zum Tode verurteilt worden sind, weil sie als Priester England betreten hatten. In Tyburn am Strick haben sie die himmlische Siegespalme erlangt.
Siehe auch 1. August, 14/20 - 21

18. † am Sonntag, dem 7. September 1794, erlagen ihren Entbehrungen, auf dem Gefangenenschiff Deux Associés, vor Rochefort an der Küste Frankreichs, die seligen Priester und Märtyrer Claude-Barnabé Laurent de Mascloux, 59 J., Kanoniker aus der Diözese Limoges, und François d’Oudinot de la Boissière, 48 J., die, zur Zeit der Französischen Revolution, wegen ihres Priestertums verhaftet und für die Schiffsketten bestimmt, von schwerer Krankheit wegen des Hungers dahingerafft, für Christus zugrundegegangen sind.
Siehe auch 27. August, 16/50 - 51

19. † am Freitag, dem 7. September 1855, wurde, bei seiner Landung auf der Insel Woodlark in Ozeanien erschlagen, der selige Priester und Märtyrer Giovanni Battista Mazzucconi, 29 J., Priester aus dem Mailänder Istituto per le Missione Estere, Institut für die auswärtigen Missionen, der, nachdem er zwei Jahre Evangelisationsarbeit verrichtet hatte, bereits erschöpft durch Fieber und Geschwüre, aus Hass gegen den Glauben, von Einheimischen mit einer Axt massakriert worden ist. Die Einsamkeit dort war damals so groß, dass erst nach einem Jahr überhaupt sein Martyrium bekannt wurde. Papst Johannes-Paul II. hat ihn am 19. Februar 1984 in Rom seliggesprochen.

20. † am Mittwoch, dem 7. September 1921, entschlief in Mailand, die selige Jungfrau Eugenia Picco, 53 J.; ihr Vater war blind und ein hochgeschätzter Musiker an der Mailänder La Scala, ihre Mutter eine lebenslustige Dame, die bald ihren Mann verlassen hat. Sie wurde Verwandten zur Erziehung anvertraut. 19-jährig besuchte sie die ihr so vertraute Basilika Sant’ Ambrogio an einem Tag im Mai, da spürte sie ihre Berufung zum Ordensstand. Im Jahr darauf lief sie von zu Hause davon und trat ein bei den Piccole Figlie die Sacri Cuori di Gesù e Maria, den Kleinen Töchtern der Heiligsten Herzen Jesu und Mariens, deren Gründer, der Ehrwürdige Agostino Chieppi sie sehr förderte; im Juni 1894 legte sie ihre Professgelübde ab. 1911 wurde sie zur Generaloberin gewählt und blieb in diesem Amt bis zu ihrem Tode. Am 7. Oktober 2001 wurde sie seliggesprochen.

21. † am Montag, dem 7. September 1936, wurde bei Tavernes de Valldigna, in der Nähe ihrer Heimatstadt Gandía, erschossen, die selige Jungfrau und Märtyrin Ascensión de San José de Calasanz Lloret Marco, 57 J., Karmelitin von der Caridad, die in mehreren Häusern des Ordens Dienst getan hat, zu Beginn der Revolution aus ihrem Kloster Benejama, Alicante, fliehen musste, zu Verwandten aufs Land floh, dort ihren Bruder Salvador, der auch ein Ordensangehöriger war, fand und, mit diesem zusammen entdeckt, abgeführt wurde; am nächsten Morgen wurden ihre Leichen, von Kugeln durchsiebt, am Friedhofseingang von Tavernes de Valldigna aufgefunden und dann dort begraben.
Siehe 29. Dezember, 11/139.

München-Freising und Wien: Bischof Otto von Freising: 22. September 1158/9
Graz-Seckau: die Märtyrer des Grazer Jesuitenkollegs: John Ogilvie in Glasgow (10. März 1615/7), Markus Crisin und Melchior Grodecz (7. September 1619), Stephan Pongrácz (8. September 1619), alle drei s.o. 15, und Johannes Sarkander (17. März 1620/7).


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 12.08.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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