Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

8. Januar

1. † um 180 entschlief in Hierapolis in Phrygien, heute Tambuk-Kalessi, der heilige Bischof Apollinaris, der eine Blüte der Heiligkeit und Gelehrsamkeit gewesen ist und eine Apologie des christlichen Glaubens dem Kaiser Mark Aurel gewidmet hat.

2. † im 3. Jahrhundert wurden in Libyen zum Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Θεοφιλος, Theophilos, ein Diakon, und Ελλαδιος, Helladios, ein Laie, von denen berichtet wird, dass sie zuerst zerfleischt und mit überaus scharfen Scherben zerschlagen, schließlich ins Feuer geworfen worden sind.

3. † an einem 8. Januar, um 290, starben in Beauvais, die heiligen Märtyrer Lucianus, Maximianus und Julianus. Lucianus, der Leuchtende, Saint Lucien, kam als römischer Glaubensbote, um 245 von Papst Fabian (20. Januar 250/1) mit Quintinus (31. Oktober, um 290/2), Piaton (1. Oktober, um 300/2) und anderen nach Gallien ausgesandt, über Amiens nach Beauvais und erlitt dort den Martertod, mit ihm Maximian und Julian. Er ist Bistumspatron von Beauvais.

4. † im 4. Jahrhundert entschlief in Metz, der heilige Bischof Patiens, Saint Patient.

5. † am Freitag, dem 8. Januar 482, entschlief in Ufer-Norikum der heilige Priestermönch Severin, der, nach dem Tod des Hunnenfürsten Attila, in dieses Gebiet gekommen, waffenlose Völker verteidigt hat, gewalttätige besänftigt, Ungläubige bekehrt, Klöster gegründet und Ungebildete in der Religion unterwiesen hat.

6. † um 314 entschlief in Pavia der heilige Bischof Maximin.

7. † um 614, zur Zeit des Persereinfalls, entschlief im Choziba-Kloster, im Wadi-Kelt in der judäischen Wüste, zwischen Jerusalem und Jericho, der heilige Mönch und Einsiedler Γεωργιος, Georg, der, die ganze Woche über ein Rekluse, am Sonntag gemeinsam mit den Brüdern betete, in geistlichen Angelegenheiten ihnen zuhörte und sie in allen Dingen gut beraten hat.

8. † um 678 entschlief in der Gegend um Aberdeen, in Schottland, der heilige Nathalan, berühmt durch seine Liebe zu den Armen.

9. † am Samstag, dem 8. Januar 707, entschlief in Regensburg der heilige Erhard, ein aus Narbonne gebürtiger Ire oder Iro-Schotte, der, entflammt vom Eifer zur Verkündigung des Evangeliums, durch die Gegenden Bayerns gewandert ist, in denen er als Wanderbischof auch bischöfliche Aufgaben erfüllt hat. Er war Nachfolger des Wanderbischofs Emmeram (22. September, um 690/8). Als Bonifatius (5. Juni 754/1) im Jahr 739 das Bistum Regensburg gründete und ihm Gaubald als ersten Orts-Bischof gab, hat dieser noch im selben Jahr die Gebeine Emmerams nach Regensburg geholt und den Gebeinen Erhards Ehre erwiesen. Am 8. Oktober 1052 hat Papst Leo IX. (19. April 1054/6) die Gebeine Erhards erhoben. Sein Grab befindet sich im Niedermünster, also nicht in der Erhardikrypta.

10. † am Donnerstag, dem 8. Januar 710, entschlief in Moorsel bei Brüssel die heilige Jungfrau Gudula, Sainte Gudule, die sich in ihrem Haus mit Gebet und karitativen Werken beschäftigt hat.

11. † anfangs des 8. Jahrhundert entschlief in Regensburg, der in Cashel in Irland besonders verehrte heilige Bischof Albert, ein gebürtiger Engländer, dann Bischof von Cashel, der lange für Christus ein Pilger, schließlich im Heiligen Land, gewesen und unterwegs auf der Rückwanderung bei seinem Freund Erhard (8. Januar / 9) in Regensburg das Ziel seiner Pilgerreisen erreicht hat.

12. † am Donnerstag, dem 8. Januar 1456 entschlief in Venedig, der heilige Bischof Laurentius Justiniani, Lorenzo Giustiniani, der seine lebendige Kirche Venedig mit der Lehre der ewigen Weisheit geschmückt hat.

13. † am Samstag, dem 8. Januar 1594, wurde zum Blutzeugen in Newcastle-on-Tyne der selige Priester und Märtyrer Edward Waterson, der, unter Königin Elizabeth I. zum Tode verurteilt, weil er als Priester nach England gekommen war, am Galgen gehenkt worden ist.
Siehe 4. Januar, 10/71

Passau, Wien und St. Pölten: Gedenktag des heiligen Severin: 5
Linz: Fest des heiligen Severin, zweiter Diözesanpatron: 5
Regensburg: Fest des heiligen Erhard, Nebenpatron der Diözese: 9


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 11.01.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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