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Ökumenisches Heiligenlexikon

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19. April

1. † um den Freitag, den 19. April 250, opferten in Nord-Afrika sein Leben für Christus, der heilige Märtyrer Mappalicus, der, in der Verfolgung unter Kaiser Decius, veranlasst durch familiäre Rücksichtnahme, seiner Mutter und Schwester, die aus Angst abgefallen waren, ihren Frieden lassen wollte, aber selber vor Gericht geschleppt, mit der Siegeskrone der Märtyrer gekrönt worden ist; mit ihm zusammen gab es sehr viele andere heilige Märtyrer, die sich zu Christus bekannt haben, zum Beispiel Bassus im Steinbruch, Fortunio im Kerker, Paulus vor Gericht, Fortunata, Victorinus, Victor, Heremius, Credula, Hereda, Donatus, Firmus, Venustus, Fructus, Julia, Martialis und Ariston, die alle im Kerker durch Hunger umgebracht worden sind.

2. † am Ostersonntag, dem 19. April 341, wurde in Persien enthauptet, die heilige Jungfrau und Märtyrin Marta, die Tochter des Pusai (18. April 341/2), die unter dem Schah Schâpûr II. ihr Leben geopfert hat.
Siehe auch 17. April, 3/3

3. † am Montag, dem 19. April 818, entschlief im Exil in Antiochien in Pisidien, Aksjeer, Ruinen bei Yalvac, der heilige Bischof Georg, der wegen seiner rechtgläubigen Haltung im Bilderstreit in die Verbannung geschickt worden ist.

4. † am Donnerstag, dem 19. April 1663, wurde nach Einsiedeln überführt, der heilige Eremit Gerold, Holger, ein schweizer Adliger, der verschenkte seinen ganzen Besitz an das Kloster Einsiedeln und zog sich als Eremit ins Groß-Walsertal in Vorarlberg zurück, wo er 978 entschlafen und in Friesen begraben wurde; am 19. April 1663 wurde sein Grab geöffnet und seine Reliquien ins Kloster Einsiedeln übertragen. In Voralberg ist sein Büßerleben nicht vergessen.

5. † am Samstag nach Ostern, dem 19. April 1012, wurde zum Blutzeugen am Ufer der Themse bei Greenwich, der heilige Bischof Aelphegus, Elphegus, 61 J., Erzbischof von Canterbury, durch die dänischen Vikinger, die Canterbury erstürmten, die Kathedrale verbrannten, mordeten und plünderten; der Bischof sollte ein hohes Lösegeld aufbringen und abgeben, tat alles mögliche um Frieden zu erreichen, aber er wurde beraubt, betrogen, zerschlagen und schließlich enthauptet.

6. † am Dienstag, dem 19. April 1054, entschlief in Rom an Sankt Peter, der heilige Papst Leo IX., geboren in Egisheim, der an der bischöflichen Schule in Toul Schüler war, dann dort Domherr und dann als Bischof von Toul 25 Jahre seine Kirche verteidigte und Klerus und Mönchtum förderte. Als der Kaiser ihn zum Papst ernannte, nahm er das Amt erst an, nachdem er in Rom vom Volk gewählt worden war. Ihm blieben noch fünf Jahre die Gesamtkirche auf dem Stuhl des heiligen Petrus (29. Juni/1) zu leiten; er hat mehrere SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. n einberufen und geleitet, zur Erneuerung des Klerus und zur Bekämpfung der Simonie. Er musste erleben, dass seine Versuche zur Aussöhnung mit Ost-Rom scheiterten, dass er von den siegreichen Normannen acht Monate gefangengehalten wurde. Am 7. Dezember 1965 haben Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras die gegenseitige Exkommunikation von 1054 aufgehoben.
Siehe auch 29. Juni, 1/73

7. † am Montag, dem 19. April 1182, entschlief beim Kloster Saint Bertin in Thérouanne, der selige Bernard der Büßer, der bemüht war seine Jugendsünden streng abzubüßen, spontan seine Verbannung selber gewählt hat und, ohne Schuhe, in nur leinenen Kleidern, mit spärlichem Essen zufrieden, unermüdlich zu heiligen Sätten gepilgert ist.

8. † am Freitag, dem 19. April 1602, wurde in London-Tyburn gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt der selige Märtyrer James Duckett, ein Buchhändler und Verleger, der als Lehrling in London konvertiert hatte und mehr oder weniger geheim katholische Schriften druckte und verbreitete; er wurde verraten, neun Jahre im Kerker gequält, schließlich verurteilt und grausam hingerichtet. Er wurde 1929 seliggesprochen.
Siehe auch 4. Januar, 10/88

Einsiedeln und Feldkirch: Gerold: 4


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 04.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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