Ökumenisches Heiligenlexikon

Agilberta

auch: Gilberta, Aquilberta

1 Gedenktag katholisch: 11. August
Übertragung der Gebeine: 14. Oktober

Name bedeutet: die glänzendem Schwert Gleiche (althochdt.)

Äbtissin in Jouarre
673 in Jouarre bei Meaux in Frankreich


Reliquiar mit Gebeinen von Agilberta und anderen, in der Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul in Jouarre
Reliquiar mit Gebeinen von Agilberta und anderen, in der Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul in Jouarre

Agilberta wurde Nonne in dem um 630 nach der Regel von Kolumban „dem Jüngere” gegründeten und von Äbtissin Telchildis geleiteten damaligen Doppelklosters an der Kirche Notre-Dame in Jotrum - dem heutigen Jouarre. Nach Telchildis' Tod um 667 wurde Agilberta ihre Nachfolgerin als Äbtissin.

1617 wurden die Gebeine von Agilberta und Telchildis erhoben.

Das Kloster Notre-Dame in Jotrum nahm bald schon die Benediktinerregel an und wurde später ein reines Frauenkloster. Während der Französischen Revolution wurden die Nonnen 1792 vertrieben, die Kirche wurde Stein für Stein verkauft. Im 19. Jahrhundert wurde die Abtei wieder durch Benediktinerinnen belebt und ist bis heute bewohnt.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.04.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.