Ökumenisches Heiligenlexikon

Alpinus von Châlons-sur-Marne

auch: Albinus, Albin

1 Gedenktag katholisch: 7. September
Übertragung der Gebeine: 2. Mai, 9. November

Name bedeutet: der Weiße (latein.)
oder:
edler Freund (althochdt.)

Bischof von Châlons-sur-Marne
um 475 in Châlons-sur-Marne, heute Châlons-en-Champagne in Frankreich


Glasfenster (Ausschnitt), 1892, in der Kathedrale in Châlons-en-Champagne
Glasfenster (Ausschnitt), 1892, in der Kathedrale in Châlons-en-Champagne

Alpinus war ein Schüler von Lupus von Troyes. Um 433 wurde er Bischof von Châlons-sur-Marne. An Pfingsten trat er dem die Stadt bedrohenden Hunnenkönig Attila entgegen und überzeugte ihn, von deren Verwüstung abzusehen. Er ließ mehrere Kirchen erbauen und überzeugte alle sieben Töchter des Grafen, in ein Kloster einzutreten. Ob seiner Verdienste wurde er schon zu Lebzeiten als Heiliger betrachtet.

Alpinus' Gebeine wurden 860 von Bischof Erchenrad erhoben und in die Kirche Saint-André in Châlons übertragen, die später Alpinus geweiht wurde. Dort ereigneten sich dann mehrere Wunder.

Die Nachrichten über Alpinus stammen aus der Lebensgeschichte des Lupus von Troyes. Zwei weitere über Alpinus verfasste Lebensgeschichten sind historisch wertlos.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.04.2026

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• Infotafel Bischofsliste in der Kathedrale in Châlons-en-Champagne
• Heike Bentheimer: Champagne. Trescher Verlag, Berlin 2021

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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