Ökumenisches Heiligenlexikon

Anastasius Pankiewicz

polnischer Name: Anastazy
Taufname: Jakob - Jakub

1 Gedenktag katholisch: 20. April
in Polen: als Märtyrer der deutschen Besatzung 1939 bis 1945: 12. Juni
im Erzbistum München und Freising: Selige Märtyrer von Dachau: 12. Juni

Name bedeutet: der Auferstandene (griech.)

Ordensmann, Priester, Ordensgründer, Märtyrer
* 9. Juli 1882 in Nagórzany, Ortsteil von Bukowsko bei Rzeszów in Polen
20. April 1942 in Hartheim bei Linz in Österreich


Anastasius Pankiewicz
Anastasius Pankiewicz

Jakob Pankiewicz besuchte das damalige Zentralkatholische Gymnasium - heute eine Grundschule - in Sanok. 1900 trat er dem Bernhardinerorden - dem polnischen Franziskanerorden - bei mit dem Ordensnamen Anastasius, 1906 wurde er zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Stationen wurde er 1919 Guardian des Klosters an der Kirche św. Bernardyna in Kraków / Krakau. 1930 ging er nach Łódź und gründete dort das Elisabeth von Ungarn geweihte Kloster św. Elżbiety Węgierskiej, das er als erster Oberer leitete und an dem dann auch eine Mittelschule sowie 1937 ein Jungengymnasium eröffnet wurden. Ebenfalls 1937 gründete Anastasius die Kongregation der Antoninerinnen vom Christuskönig, welche die ärmsten Schüler betreuen und das geplantesInternat leiten sollten.

Beim Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen 1938 besetzten die Deutschen das Bernhardinerkloster in Łódź und vertrieben die Ordensleute. Pankiewicz versteckte sich, bis er am 6. Oktober 1941 im Zuge von Massenverhaftungen von Priestern in Łódź und Umgebung festgenommen wurde. Am 30. Oktober wurde er zusammen mit anderen ins Konzentrationslager nach Dachau bei München gebracht. Dort ordnete der Lagerarzt schließlich seine Verlegung in eine Gruppe von Invaliden an, deshalb wurde er zusammen mit 14 anderen katholischen Priestern ins Vernichtungslager Schloss Hartheim gebracht, wo er vergast wurde.

An der Stelle vor Anastasius' Gebutshaus in Nagórzany wurde eine Gedenktafel aufgestellt.

Kanonisation: Anastasius Pankiewicz wurde am 13. Juni 1999 zusammen mit 107 weiteren polnischen Märtyrern des Nationalsozialismus von Papst Johannes Paul II. auf dem Józef-Piłsudski-Platz in Warschau seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.08.2026

Quellen:
• https://pl.wikipedia.org/wiki/Anastazy_Pankiewicz

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.