Ökumenisches Heiligenlexikon

Drogo

auch: Drago
französischer Name: Druon

1 Gedenktag katholisch: 16. April
Erhebung der Gebeine: 11. Juni

Name bedeutet: der Tragende (althochdt.)

Rekluse
* 1118 in Epinoy in Frankreich
1186 in Sebourg bei Valenciennes in Frankreich


Drogo wurde zum Waisen, da seine Mutter bei seiner Geburt durch einen Kaiserschnitt entbunden wurde und dabei starb. Zeit seines Lebens fühlte er sich schuldig an ihrem Tod und unterzog sich deshalb von klein auf strengen Bußübungen. Im Alter von 18 Jahren verteilte er den Besitz seiner wohlhabenden Eltern an Arme und lebte sechs Jahre als pilgernder Einsiedler, bis er sich in Sebourg eine Zelle baute, die er nicht mehr verließ. Seinem Gelübde getreu harrte er auch bei einem Brand - ohne Schaden zu nehmen - in dieser Zelle aus.

Drogo wurde in der Kirche in Sebourg bestattet. Seine Gebeine wurden zweimal erhoben, erstmals 1272, dann um 1611 durch Jean Richardot, den Erzbischof von Cambrai.

Patron der Kaffeehäuser, der hässlichen Menschen; für guten Kaffee



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.02.2026

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• https://www.op-online.de/welt/die-komischsten-heiligen-der-katholischen-kirche-scherze-im-namen-gottes-zr-93452002.html - abgerufen am 23.12.2024

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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