Maelrubius von Applecross
auch: Malrubius, Maelruba, Maelrubha, Maolrubha, Maolrubha, Molroy, Errew, Summaryruff, Sagart-Ruadh, Rufus
gälische Namen: Máel Ruba, Maol Rubha, MoRubha, MaRuibhe, Ma-Rui,
Gedenktag katholisch: 21. April
Name bedeutet: der rothaarige Prinz (gälisch)
Mælrubius war ein Sohn von Elganach aus dem Fürstenhaus Niall und der Subtan, einer Nichte von Comgall von Bangor. Mælrubius trat in dessen Kloster Bangor bei Belfast in Nordirland ein und empfing dort die Priesterweihe. Um 671 ging er mit einer Gruppe von Mönchen nach Schottland, verbrachte vermutlich einige Zeit auf der Klosterinsel Iona und gründete dann um 673 das damalige Kloster - an der Stelle der heutigen Clachan-Kirche - auf der Halbinsel Apur Crossan / Applecross. Das Kloster spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des Christentums und der gälischen Kultur unter den Pikten im Norden Schottlands. Von seinem Kloster aus missionierte Mælrubius auf der Insel Skye, im Westen des schottischen Festlandes - dort gründete er die Kirche auf der dann nach ihm benannten Insel Maolruibhe / Maree im Loch Maree, von deren Friedhof Grabsteine erhalten sind und wo die Quelle für ihre heilende Wirkung, insbesondere bei psychischen Erkrankungen, berühmt war - und bis hinunter zur Insel Islay im Süden. Er praktizierte ein strenges Klosterleben und zeichnete sich aus durch Gelehrsamkeit und Wundertaten. Wohl unzutreffend ist die gelegentlich zu findende Überlieferung, dass Mælrubius bei einem Überfall der Wikinger als Märtyrer starb.
Zahlreiche Ortsnamen in den westlichen Highlands von Schottland zeugen von Mælrubius' großem Einfluss, fast vergleichbar mit
dem von Kolumban „der Ältere”, deshalb wird Mælrubius Apostel der
Pikten
genannt.
Kanonisation:
Die Verehrung von Mælrubius wurde am 11. Juli 1898 von Papst Leo XIII. genehmigt.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 27.08.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/malrubiu - abgerufen am 27.08.2026
• https://applecross.org.uk/trust-activities/heritage - abgerufen am 27.08.2026
• http://www.visit-applecross.org/pagex.asp?bioid=34060 - abgerufen am 27.08.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/M%C3%A1el_Ruba - abgerufen am 27.08.2026
• https://catholicsaints.info/saint-maelrubius-of-applecross - abgerufen am 27.08.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.