Stanilaus Kubista
polnischer Name: Stanisław
Gedenktag katholisch: 26. April
bei den Steyler Missionaren und in Polen: als Märtyrer der deutschen Besatzung 1939 bis 1945: 12. Juni
Name bedeutet: der im Lager Berühmte (slawisch)
Stanilaus war eines von neun Kindern des Forstarbeiters Franciszek Kubista und der Franciszka geb. Czempka. Er besuchte die
siebenjährige Grundschule und dann das Knabenseminar
der Steyler Missionare
in Neisse - dem heutigen Nysa. Nach dem Militärdienst in der österreichischen Armee setzte er
ab 1919 dort seine Studien fort und trat 1920 im
Missionshaus St. Gabriel in Mödling in Österreich
in den Orden ein. 1927 wurde er dort zum Priester geweiht. 1928 kam er ins
Kloster nach Górna Grupa bei Bydgoszcz, wo er
Schatzmeister, Leiter des Verlags und Herausgeber der Steyler Missionsschriften wurde und 1931 die Druckerei eröffnete. Er
verfasste selbst Kurzgeschichten und Theaterstücke, die mit seinen eigenen Zeichnungen verziert waren. Zudem war er
Mitbegründer des Ethnographischen Museums mit Exponaten aus China, Brasilien und Neuguinea. Nach dem deutschen Überfall auf
Polen wurde das Kloster im Oktober 1939 von der Wehrmacht beschlagnahmt, die Ordensleute wurden gefangen gehalten, im Februar
1940 in eine Außenstelle des Konzentrationslagers
Stutthof gebracht und im April 1940 ins
Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt. Dort
wurde der extrem erschöpfte Stanilaus vom Blockführer Hugo Krey getötet, indem der ihm Brust und Kehle zerquetschte. Sein
Leichnam wurde im Lagerkrematorium verbrannt.
In Kostuchna wurde 2000 ein Denkmal zum Gedenken an Stanilaus Kubista errichtet.
Kanonisation:
Stanilaus Kubista wurde am 13. Juni 1999 zusammen mit 108 anderen polnischen Märtyrern
auf dem Siegesplatz - dem heutigen Märzplatz
Józef Piłsudski - in Warschau von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 31.10.2026
Quellen:
• https://pl.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Kubista - abgerufen am 30.10.2026
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/skubista - abgerufen am 30.10.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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